Wirtschaft : NACHRICHTEN

Gewerkschaften stellen Bahnchef Mehdorn Ultimatum bis Dienstag

Frankfurt am Main - Die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA haben Vorstandschef Hartmut Mehdorn in der Datenschutz-Affäre ein Ultimatum gestellt. Bis Dienstag müsse sich Mehdorn bei den Beschäftigten entschuldigen und umfassend über die Überprüfungen und den Verbleib der Daten aufklären, sagte Transnet-Chef Alexander Kirchner am Donnerstag in Frankfurt. Ansonsten würden die Gewerkschaften „entsprechend agieren“, ergänzte GDBA-Vizechef Heinz Fuhrmann. „Im schlimmsten Fall würden wir den Rücktritt Mehdorns fordern“. rtr

Industrie verbucht 6,9 Prozent weniger Aufträge

Berlin - Die Wirtschaftskrise trifft die deutsche Industrie immer härter. Im Dezember brach der Auftragseingang im Vergleich zum Vormonat um 6,9 Prozent ein, wie das Wirtschaftsministerium nach vorläufigen Zahlen mitteilte. Ohne besonders viele Großaufträge wäre der Einbruch noch heftiger ausgefallen. Die Auslandsnachfrage schrumpfte um 9,4 Prozent, im Inland um 4,3 Prozent. Volkswirte hatten nach dem Einbruch im Vormonat mit einem geringeren Rückgang um 2,3 Prozent gerechnet. dpa

Kaupthing-Bank will Guthaben deutscher Kunden bald auszahlen

Reykjavik/Berlin - Die zusammengebrochen isländische Kaupthing-Bank will in Deutschland eingefrorene Guthaben dortiger Kunden schnell auszahlen. Wie der staatliche eingesetzte Zwangsverwalter bei einer Gläubigerversammlung am Donnerstag in Reykjavik mitteilte, verfüge Kaupthing derzeit schon über 80 Prozent der insgesamt nötigen 330 Millionen Euro. Man hoffe auch auf eine Lösung bei der Freigabe von noch offenen 55 Millionen Euro, die von der DZ Bank, dem Zentralinstitut der Volks- und Raiffeisenbanken in Frankfurt, festgehalten würden. 30 000 deutsche Anleger müssen seit über drei Monaten auf die Freigabe ihrer Einlagen warten. Etwa 50 Betroffene versammelten sich zeitgleich zu einer Demonstration vor der isländischen Botschaft in Berlin. dpa

US-Autozulieferer wollen 25,5 Milliarden Dollar Staatshilfen

New York - Nach den US-Autobauern will nun auch die Zulieferindustrie wegen der Krise Milliarden an Staatshilfen haben. Die Forderungen summieren sich nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ auf 25,5 Milliarden Dollar an Krediten und Garantien. Ein US-Zuliefererverband mit 400 Unternehmen habe die Hilfen beim Finanzministerium beantragt. „Ohne sofortige Unterstützung für die Zulieferer drohen dem Land massive Jobverluste und der mögliche Zusammenbruch der gesamten Autobranche“, warnte die Organisation in ihrem Antrag. dpa

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