Wirtschaft : NACHRICHTEN

Produktion in Deutschland bricht ein

Berlin - Das produzierende Gewerbe in Deutschland hat seine Leistung im Dezember so stark gedrosselt wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Industrie-, Bau- und Energieunternehmen stellten preis- und saisonbereinigt 4,6 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der gesamtdeutschen Statistik 1991. Das Ministerium sprach von einer „ausgeprägten Schwäche“. Auch die deutsche Metall- und Elektroindustrie veröffentlichte am Freitag negative Zahlen. Im Dezember sank der Wert der Fertigung im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,5 Prozent, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Freitag in Berlin mitteilte. „Die Talsohle ist offensichtlich noch nicht erreicht“, sagte der Chefvolkswirt von Gesamtmetall, Michael Stahl. rtr/dpa

Solaranlagen breiten sich aus

Köln - Solarthermische Anlagen zur Umwandlung von Sonnen- in Wärmeenergie haben 2008 in Deutschland eine Rekordnutzung verzeichnet. Das berichteten der Bundesverband für Solarwirtschaft und der Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik. Mit 2,1 Millionen Quadratmetern Kollektorfläche – das entspreche 210 000 Anlagen – lag der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr bei 120 Prozent. Zudem seien 2008 unter allen neu installierten Heizungen gut ein Drittel mit Solarthermie kombiniert worden, was ebenfalls Rekord sei. Bei dem hohen Niveau werde es voraussichtlich auch 2009 bleiben. dpa

Gasprom senkt die Preise für Europa

Moskau - Der vom Kreml kontrollierte russische Gasmonopolist Gasprom hat eine deutliche Senkung der Gaspreise für Europa angekündigt. In diesem Jahr dürfte der durchschnittliche Gaspreis für europäische Energieversorger von umgerechnet 318 auf 218 Euro pro 1000 Kubikmeter zurückgehen, meldete die Agentur Interfax am Freitag unter Berufung auf einen Konzernsprecher. Der Gaspreis sei an den Ölpreis gebunden, der seit dem Vorsommer um fast drei Viertel abgesackt war. Der Gasprom-Konzern werde seine Exporte nach Europa wegen eines voraussichtlichen Rückgangs der Nachfrage um etwa fünf Prozent auf 179 Milliarden Kubikmeter drosseln. Die Gasgewinnung soll voraussichtlich um sieben Prozent auf 510 Milliarden Kubikmeter sinken. dpa

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