Wirtschaft : NACHRICHTEN

Zahl der Firmenpleiten 2008 stabil – für 2009 starker Anstieg befürchtet

Berlin - Finanzkrise und Rezession haben 2008 nicht zu einer Pleitewelle geführt. Von Januar bis November registrierten die Amtsgerichte einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes zufolge sogar einen Rückgang der Firmeninsolvenzen um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt meldeten demnach bundesweit 27 054 Unternehmen Konkurs an. Nach Recherchen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform dürfte die Zahl der Firmenpleiten 2008 um zwei Prozent gestiegen sein. Für 2009 rechnet die Auskunftei mit einer Zunahme auf bis zu 35 000. Auch bei den Verbraucherinsolvenzen erwarte Creditreform einen kräftigen Anstieg auf bis zu 145 000. In den ersten elf Monaten 2008 wurden nach Angaben des Statistikamtes 90 000 Verbraucherinsolvenzen registriert. rtr

Banken verschärfen Kreditkonditionen in der Eurozone

Frankfurt/Main - Die Unternehmen und Privathaushalte in der Eurozone müssen sich einer Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) zufolge trotz sinkender Leitzinsen auf einen verschärften Zugang zu Krediten einstellen. Im ersten Quartal 2009 dürften die Konditionen weiter angezogen werden, teilte die EZB am Freitag zu ihrer vierteljährlichen Bankenumfrage mit. Allerdings dürften sich die Konditionen nicht mehr ganz so schnell verschlechtern wie in den Vormonaten. In Deutschland sehen sich die Firmen ebenfalls strikteren Bedingungen gegenüber, allerdings blieben die Banken hier nach Angaben der Bundesbank noch deutlich hinter der Konkurrenz im gesamten Euroraum zurück. rtr

Verbände prangern Gift

in Spielwaren an

Nürnberg - Umweltschützer haben auf der Nürnberger Spielwarenmesse am Freitag die Zustände in der weltweiten Spielwarenindustrie angeprangert. Viele Spielwaren enthielten noch immer zu hohe Konzentrationen giftiger Stoffe, sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Hubert Weiger. Dadurch werde die Gesundheit der Kinder gefährdet. Kirchliche Verbände forderten bessere Arbeitsbedingungen in den chinesischen Spielzeugfabriken. „Am Spielzeug für unsere Kinder darf kein Blut kleben“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerks Misereor, Josef Sayer. dpa

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