Wirtschaft : NACHRICHTEN

GM und Chrysler schließen Werke

New York - Die angeschlagenen US-Autobauer General Motors und Chrysler planen zur Sicherung ihrer staatlichen Milliardenhilfen neue Werksschließungen und den Abbau von weiteren tausenden Stellen. Das berichten US-Medien. Die massiven Einschnitte seien Teil der Sanierungspläne, die beide Hersteller in gut einer Woche der US- Regierung vorlegen müssen. Die Opel-Mutter General Motors (GM) wolle sich von womöglich bis zu 5000 Angestellten trennen, berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. US-Branchenführer GM und Chrysler planten zudem das Aus für weitere Fertigungsstätten, berichtete das „Wall Street Journal“, ohne Zahlen zu nennen. Nach den bisherigen Schließungen habe GM in Nordamerika noch 22 Montagewerke, bei Chrysler seien es zwölf. Die Sprecher der Konzerne wollte sich zu den Berichten nicht äußern. dpa

Eon-Chef kündigt Sparprogramm an

Düsseldorf - Die Wirtschaftskrise zwingt jetzt auch den Energiekonzern Eon auf Sparkurs. Konzernchef Wulf Bernotat sagte im Interview mit dem „Handelsblatt“: „Es ist klar, dass die Zeiten schwieriger werden.“ Bernotat will schon bald intern Ergebnisse einer detaillierten Kostenanalyse präsentieren und Maßnahmen einleiten. Auch alle noch nicht fest beschlossenen Investitionen kommen auf den Prüfstand. „Wir sind als Energieunternehmen davon zwar nicht so betroffen wie zum Beispiel der Auto- oder der Maschinenbau, aber natürlich werden auch wir die Krise zu spüren bekommen, wenn unsere Kunden ihre Produktion drosseln müssen“, sagte Bernotat. Er wolle Eon „wetterfest machen für schlechtere Zeiten“. In Großbritannien gab Eon schon bekannt, 450 Stellen zu streichen. HB

WestLB nimmt Kurs auf Helaba

Frankfurt am Main - Nach den gestoppten Verhandlungen über eine Teilfusion der WestLB mit der Dekabank stehen die Eigentümer der Düsseldorfer Landesbank zunächst wieder mit leeren Händen da. „Wir setzen jetzt auf ein Zusammengehen mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und rechnen hier mit zeitnahen Gesprächen“, erfuhr das „Handelsblatt“ aus dem Eigentümerkreis der WestLB. Eine Dreierfusion aus WestLB, Dekabank und Helaba könne dann nur ein nächster Schritt sein und komme wegen der hohen Komplexität aktuell nicht infrage, hieß es weiter. Die hessisch-thüringischen Sparkassen, denen 85 Prozent der Anteile an der Helaba gehören, sehen die neue Düsseldorfer Initiative aber äußerst skeptisch. HB

Siemens fordert Schadenersatz

München - Der Elektrokonzern Siemens will nach dem Korruptionsskandal Schadenersatz nicht nur von Ex-Managern, sondern auch von Ex-AUB-Chef Wilhelm Schelsky eintreiben. Der frühere Chef der vom Konzern mitfinanzierten Betriebsräteorganisation AUB solle rund drei Millionen Euro an Siemens zurückzahlen, bestätigte ein Unternehmenssprecher einen entsprechenden Bericht des „Spiegel“. Das Unternehmen habe bereits am 31. Dezember 2008 beim Landgericht Nürnberg-Fürth Schadenersatzklage eingereicht. Siemens fordert wegen des Korruptionsskandals auch Schadenersatz von rund einem Dutzend Ex-Managern, unter ihnen Ex-Konzernchef Heinrich von Pierer. dpa

Daimler plant neue Smart-Modelle

Frankfurt am Main/Stuttgart - Der Autohersteller Daimler entwickelt laut einem Zeitungsbericht neue Varianten für seinen Kleinwagen Smart. Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, soll es auch wieder einen Smart-Viersitzer geben. Mercedes- Ingenieure hätten bereits die Arbeit an dem Projekt aufgenommen, schreibt die Zeitung weiter. Der Konzern wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Nach Milliarden-Verlusten mit dem Smart hatte Daimler vor Jahren die Modellvielfalt des Kleinwagens zusammengestrichen. Nun werden die Smart-Befürworter im Konzern von dessen Verkaufserfolg beflügelt. So hat der Smart im Januar in einem desaströsen Umfeld ein Absatzplus verzeichnet, Mercedes insgesamt hat dagegen 31 Prozent weniger Autos ausgeliefert. dpa

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