Wirtschaft : NACHRICHTEN

Fast jede zweite Firma

plant Entlassungen

Berlin - Fast jedes zweite Unternehmen in der deutschen Industrie will einer Umfrage zufolge angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise Mitarbeiter entlassen. Wegen des erwarteten Auftragsrückgangs sowie der sinkenden Kapazitätsauslastung planen rund 43 Prozent der befragten Unternehmen, Arbeitsplätze abzubauen, wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG heute in Berlin mitteilte. Nur neun Prozent der Firmen rechnen laut Umfrage 2009 mit Neueinstellungen. 48 Prozent rechnen mit sinkenden Gewinnen. ddp

Schlechtes Wetter und Krise belasten den Flugverkehr

Frankfurt am Main/Paris - Schlechtes Wetter und die weltweite Wirtschaftskrise haben der größten europäischen Fluggesellschaft Air France-KLM zu Jahresbeginn zu schaffen gemacht. Das Verkehrsaufkommen ging im Januar im Jahresvergleich um 1,9 Prozent zurück, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Zahl der Passagiere schrumpfte um 6,1 Prozent auf 5,2 Millionen. Besonders drastisch fiel der Rückgang im Frachtverkehr aus. Die Volumina in dem stark konjunkturabhängigen Geschäft schrumpften den zweiten Monat in Folge um mehr als 20 Prozent. rtr

GM will offenbar

Teile von Delphi zurück

New York/Detroit - Der US-Autobauer GM spricht offenbar über eine Rücknahme von großen Teilen seines vor zehn Jahren ausgegliederten Zulieferers Delphi. Die Überlegungen seien Teil der GM-Strategie, weitere Hilfen der US-Regierung zu erhalten, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person am Montag. GM wolle die Delphi-Pläne im Rahmen seines Sanierungskonzepts vorlegen, das der Konzern der Regierung für die Bewilligung weiterer Staatshilfen bis zum 17. Februar präsentieren muss. Delphi steht seit 2005 unter Gläubigerschutz. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, will GM zudem mehr als die bisher bekannten neun Werke schließen. rtr

Hertie schließt am Donnerstag

die ersten Warenhäuser

Essen - Die Geschäftsführung der Warenhauskette Hertie hat sich mit dem Gesamtbetriebsrat auf einen Interessenausgleich über die Schließung von 19 von 73 Filialen in Deutschland geeinigt. Die Übereinkunft regelt die Zeitpunkte für die Schließung der Filialen, wie das Unternehmen bekanntgab. Darüber hinaus sei vereinbart worden, vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Filialen in Bocholt, Delmenhorst, Marl, Herne, Eschweiler, Aschaffenburg, Erkrath, Hamburg-Langehorn, Herdecke, Lünen, Köln-Chorweiler und Mettmann bleiben bis zum 7. März geöffnet. Häuser in Essen, Duisburg und Kassel sollen ohne Schlussverkauf schon am Donnerstag schließen. AFP

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