Wirtschaft : NACHRICHTEN

Warnstreiks bei der Telekom

Berlin - Die Tarifverhandlungen für rund 83 000 Beschäftigte der Deutschen Telekom kommen nicht voran. Die Gewerkschaft Verdi hat daher eine Ausweitung der Warnstreiks auf das gesamte Bundesgebiet angekündigt. Allein in Berlin will Verdi am Donnerstag 600 bis 700 Beschäftigte zum Warnstreik aufrufen, am Freitag erneut 300, sagte Streikleiter Ado Wilhelm dem Tagesspiegel. Die Streikkasse sei gut gefüllt, sagte Wilhelm. „Gehen Sie davon aus: Wenn wir etwas anfangen, wissen wir auch, wie wir es zu Ende bringen.“ 2007 hatten Telekom-Mitarbeiter knapp zwölf Wochen gestreikt, um ihre Auslagerung in Servicegesellschaften zu verhindern. Jetzt verlangt Verdi 8,5 Prozent mehr Lohn. Die Telekom hat eine Erhöhung um 5,5 Prozent über zwei Jahre und eine Verlängerung des Kündigungsschutzes vorgeschlagen. Die vierte Verhandlungsrunde ist für Ende Februar angesetzt. vis

Chinas Exporte brechen ein

Peking - Die Weltwirtschaftskrise hat die chinesischen Exporte im Januar in Rekordtempo einbrechen lassen. Sie sanken um 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Zollbehörde in Peking mitteilte. Das war bereits der dritte Rückgang in Folge und der stärkste seit Einführung der Statistik 1993. Unter der weltweit sinkenden Nachfrage litten besonders die Hersteller von Elektronik und anderen Hightech-Produkten. Deren Auslandsgeschäft brach um 28 Prozent ein. rtr

Madoffs Frau zog Millionen ab

Boston- Die Frau des mutmaßlichen Anlagebetrügers Bernard Madoff hat unmittelbar vor dessen Festnahme mehrere Millionen Dollar von einem Konto abgezogen. Wie der Innenminister des Bundesstaates Massachusetts am Mittwoch mitteilte, entnahm Ruth Madoff dem Konto am 25. November 5,5 Millionen Dollar und am 10. Dezember noch einmal zehn Millionen Dollar. Ihr Mann wurde am Tag darauf wegen Wertpapier-Betrugs festgenommen. rtr

Weniger Passagiere in Frankfurt

Frankfurt am Main - FRAPORT AG]Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat zu Jahresbeginn den stärksten Passagierrückgang seit den Anschlägen vom 11. September 2001 verbucht. Am Heimatstandort ging die Zahl der Fluggäste um gut zehn Prozent auf 3,5 Millionen zurück, wie das Unternehmen mitteilte. rtr

Peugeot baut 11 000 Stellen ab

Paris - Nach dem ersten Verlust seit zehn Jahren will sich Frankreichs größter Autobauer, PSA Peugeot Citroën, in Europa von 11 000 Mitarbeitern trennen. Trotz Standortzusagen an die Regierung in Paris für Milliardenkredite sollen auch in Frankreich 6000 bis 7000 Beschäftigte freiwillig ausscheiden, wie das Unternehmen mitteilte. AFP

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