Wirtschaft : NACHRICHTEN

Commerzbank-Chef stellt Boni für gesamte Bank in Frage

Frankfurt am Main - Commerzbank-Chef Martin Blessing hat Einschnitte bei Bonuszahlungen angekündigt. „Unternehmen, die Verluste machen, haben keinen Bonus zu verteilen“, sagte er in Frankfurt am Main. Vorstand und Aufsichtsrat würden kommende Woche über die Boni entscheiden. Die Commerzbank musste Staatshilfe in Milliardenhöhe beanspruchen. Entzündet hatte sich die Diskussion an einem Boni-Topf mit 400 Millionen Euro für Beschäftigte der Commerzbank-Tochter Dresdner Kleinwort. Das Geld hatte ihnen der Ex-Mutterkonzern Allianz versprochen. Der ehemalige Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter will auf seine Boni für 2008 verzichten. Blessing sagte, Walter setze damit ein Zeichen. „Daran sollte sich so manch einer in unserer Branche ein Beispiel nehmen." rtr

Berliner Metallindustrie hält Beschäftigung auch in der Krise

Berlin - In der regionalen Metall- und Elektroindustrie ist es bislang nicht zu größerem Stellenabbau gekommen. Der entsprechende Branchenverband veröffentlichte am Donnerstag die Ergebnisse einer Umfrage in 50 Unternehmen, wonach zwar zwölf Prozent der Befragten einen Beschäftigungsabbau planen. Dem stehen aber 8,5 Prozent der Betriebe gegenüber, die einstellen. Den Rückgang bei Aufträgen, Umsätzen und der Kapazitätsauslastung versuchten die Betriebe mit dem Abbau von Arbeitszeitkonten (85 Prozent), dem Auslaufen befristeter Stellen (67 Prozent) sowie Kurzarbeit (38 Prozent) zu begegnen. Tsp

Preissturz bei Altpapier: Müllgebühren könnten steigen

Bonn - Der Zusammenbruch des Altpapiergeschäfts wird nach Ansicht des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung eine Verteuerung der Müllgebühren zur Folge haben. Die Preise für Altpapier seien innerhalb von zwei Monaten von 60 Euro bis 80 Euro pro Tonne auf null Euro bis zehn Euro abgestürzt, teilte der Verband mit. Kommunen, die das Altpapier selbst entsorgten, kämen daher an einer Gebührenerhöhung spätestens im nächsten Jahr nicht vorbei. dpa

Daimler steigert

Absatz von Lkw und Bussen

Stuttgart - Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler hat trotz der Absatzkrise die Verkäufe leicht gesteigert. Der Absatz von Lkw und Bussen stieg 2008 im Jahresvergleich um ein Prozent auf 472 100 Fahrzeuge, wie der Spartenchef Andreas Renschler mitteilte. In Europa sowie in den USA und Japan gab es zwar deutliche Bremsspuren. Diese seien durch starke Verkäufe in Lateinamerika und Russland ausgeglichen worden. dpa

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