Wirtschaft : NACHRICHTEN

Justiz ermittelt gegen Bahn-Chef Mehdorn

Berlin - In der Datenaffäre bei der Deutschen Bahn überprüft die Berliner Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen Vorstands-Chef Hartmut Mehdorn und andere Verantwortliche. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Verstöße gegen das Datenschutzgesetz eingeleitet, wie ein Behördensprecher sagte. In der Sache bedeute dies die „Prüfung eines Anfangsverdachts“. Die Anzeige sei von einem Betriebsratsmitglied erstattet worden. Die Bahn wollte dazu nichts sagen. dpa

Wirtschaftsminister Guttenberg schaltet sich in Opel-Hilfe ein

Berlin - Der neue Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) macht die Forderung des Autobauers Opel nach einer Milliardenbürgschaft zur Chefsache. Nach Informationen des Handelsblatts aus Verhandlungskreisen sucht der Minister kurzfristig den direkten Kontakt zum Chef des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM), Rick Wagoner. Außerdem findet bereits an diesem Freitag ein Krisengipfel im Bundeskanzleramt statt, an dem auch GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster teilnimmt. Trotz großer Probleme seien alle Beteiligten interessiert, „im März zu einer Lösung zu kommen“. Bei der angestrebten Bürgschaft geht es Unternehmenskreisen zufolge um 1,8 Milliarden Euro. HB

SPD nun doch bereit zu Staatshilfen für Schaeffler

Herzogenaurach/Berlin - Die SPD ist nun doch zu Staatshilfen für den schwer angeschlagenen Schaeffler-Konzern bereit. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs von örtlichen SPD-Politikern, Gewerkschaftern und Betriebsräten am Donnerstag bei SPD-Fraktionschef Peter Struck. Voraussetzungen seien ein Sanierungskonzept, eigene finanzielle Anstrengungen der Eigentümerfamilie Schaeffler und der Banken sowie mehr Transparenz im Unternehmen, hieß es in einer Mitteilung der Nürnberger SPD-Abgeordneten Renate Schmidt. Bislang hatten sich führende SPD-Politiker wie Finanzminister Peer Steinbrück strikt gegen Hilfen für Schaeffler gewandt. dpa

Siemens setzt Kurzarbeit

für 7400 Mitarbeiter an

München - Der Technologiekonzern Siemens weitet die Kurzarbeit deutlich aus. Bis zum April sollen rund 7400 Mitarbeiter in Kurzarbeit sein, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Neben Werken in Cham, Amberg und Neustadt an der Saale seien vor allem Standorte von Osram betroffen. Derzeit sind den Angaben zufolge rund 4600 der insgesamt 131 000 deutschen Siemens-Mitarbeiter in Kurzarbeit. Ziel sei es, Arbeitsplätze zu erhalten. Dazu nutze Siemens neben Kurzarbeit auch Maßnahmen wie Arbeitszeitverkürzung, den Abbau von Überstundenkonten oder Versetzungen zwischen unterschiedlich ausgelasteten Werken, hieß es. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben