Wirtschaft : NACHRICHTEN

US-Repräsentantenhaus stimmt Obamas Konjunkturpaket zu

Washington - Das US-Repräsentantenhaus hat am Freitag das Konjunkturpaket des neuen Präsidenten Barack Obama im Umfang von 787 Milliarden Dollar abgenickt. Die Zustimmung des Senats lag zum Redaktionsschluss noch nicht vor, galt aber als sicher. Beide Kammern hatten sich nach wochenlangen Verhandlungen auf die Steuervergünstigungen und Investitionen geeinigt, die die weltgrößte Volkswirtschaft aus der Rezession ziehen sollen. Rund ein Drittel der Summe fließt in Steuersenkungen, von denen vor allem die Mittelschicht profitiert. Der andere Teil geht in Investitionen in die Infrastruktur. Nach scharfer Kritik wurde zudem der „Buy American“-Passus abgeschwächt, wonach bei geförderten Bauarbeiten ausschließlich Materialien aus US-Produktion eingesetzt werden sollten. rtr

Auch Spanien unterstützt Autoindustrie mit Milliardenpaket

Madrid - Spanien greift der Autoindustrie im Land angesichts der Wirtschaftskrise mit einem rund 4,1 Milliarden Euro schweren Hilfspaket unter die Arme. So wird etwa die Entwicklung sparsamerer Wagen gefördert. Ziel sei, dass bis zum Jahr 2014 rund eine Million Hybridautos auf Spaniens Straßen unterwegs seien, teilte das Industrieministerium mit. Unternehmen, die ohne Verhandlungen mit den Gewerkschaften Arbeitsplätze streichen, können nicht mit Unterstützung rechnen, hieß es. dpa

Daimler will 1,6 Milliarden Euro

im Jahr einsparen

Stuttgart - Der Daimler-Konzern will kommenden Dienstag mit der Vorlage der Bilanz auch ein Sparpaket präsentieren, mit dem jährlich 1,6 Milliarden Euro eingespart werden sollen, berichtet die „Stuttgarter Zeitung“. Der Autokonzern reagiere auf einen massiven Einbruch der Nachfrage und eine deutliche Verschlechterung der Ertragslage. Analysten rechnen mit roten Zahlen im vierten Quartal 2008. Es gebe im Konzern zudem Überlegungen, die Kurzarbeit bis zum Ende des Jahres zu verlängern und zusätzliche Zwangspausen einzulegen. AFP

Regierung kann Übernahmen durch ausländische Investoren stoppen

Berlin - Die Bundesregierung kann künftig Übernahmen wichtiger deutscher Konzerne durch ausländische Investoren verhindern. Der Bundestag beschloss eine Verschärfung des Außenwirtschaftsgesetzes. Damit erhält der Bund ein Vetorecht. Die Regierung will verhindern, dass Investoren oder Staatsfonds, die nicht aus Europa kommen, durch Übernahmen zu viel Einfluss in sensiblen Branchen bekommen. Das Gesetz greift erst, wenn ein Investor mindestens 25 Prozent der stimmberechtigten Anteile übernimmt. Notfalls könnte die Regierung dann den Kauf nachträglich verbieten oder Auflagen erlassen.dpa

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