Wirtschaft : NACHRICHTEN

Goldpreis steigt über 1000 Dollar

London - Gold kostet erstmals seit März 2008 wieder mehr als 1000 Dollar je Feinunze. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls kletterte am Freitagabend an der Rohstoffbörse in London bis auf 1005,78 Dollar. Kurz zuvor waren bereits einige Terminkontrakte (Futures) für Gold über die 1000-Dollar-Marke gesprungen. Zuletzt lag der Spot-Preis für eine Feinunze noch bei 1004,38 Dollar. Marktbeobachter begründeten den Preissprung vor allem mit der schwachen Tendenz der internationalen Aktienmärkte. dpa

IWF-Kredite sollen verdoppelt werden

Berlin - Angesichts der Finanzkrise soll der Internationale Währungsfonds (IWF) mit deutlich mehr Mitteln ausgestattet werden. Der IWF habe noch 200 Milliarden Dollar (158 Milliarden Euro) an frei verfügbaren Mitteln für Darlehen an Regierungen, verlautete am Freitag aus Regierungskreisen in Berlin. Im Raum stehe eine Verdopplung. Deutschland werde seinen Teil dazu beitragen. Auch an einer Kapitalerhöhung für die asiatische Entwicklungsbank werde Deutschland sich beteiligen. AFP

Schweiz darf USA keine Daten liefern

Bern - Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hat die Herausgabe von Bankunterlagen an die US-Behörden zunächst verboten. Eine entsprechende Verfügung wurde am Freitag veröffentlicht. Allerdings seien die ersten Daten bereits an die US-Behörden verschickt worden, hieß es. Die Verfügung des Gerichts bezieht sich sowohl auf die im Rahmen einer Einigung zwischen der Großbank UBS und den US-Steuerbehörden angesprochenen Daten von bis zu 300 US-Kunden als auch die neuen Daten von 52 000 weiteren Konten bei der Schweizer Bank. Es lägen acht Klagen gegen die Entscheidung der Schweizer Finanzmarktaufsicht zur Freigabe der ersten Daten vor. dpa

Dienstleister in der Krise

Berlin - Die Schwäche der Industrie überträgt sich zunehmend auf die Dienstleister im Euro-Raum. Die Geschäfte im Servicesektor liefen im Februar so schlecht wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr, wie das Forschungsinstitut Markit am Freitag zu seiner Umfrage unter Unternehmen mitteilte. Der Einkaufsmanagerindex sank vorläufigen Berechnungen zufolge von 42,2 Punkten im Januar auf 38,9 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit Umfragebeginn 1997. Der Index entfernte sich damit noch weiter von der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird. rtr

Bergbaukonzern streicht 19 000 Jobs

London - Der weltweit drittgrößte Bergbaukonzern Anglo American streicht wegen des Wirtschaftsabschwungs und einer sinkenden Rohstoffnachfrage 19 000 Jobs. Zu den bereits 10 000 angekündigten wegfallenden Stellen sollen weitere 9000 hinzukommen, wie das Unternehmen mit Sitz in London und Johannesburg am Freitag mitteilte. dpa

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