Wirtschaft : NACHRICHTEN

Madoff kaufte für Anleger seit Jahren keine Wertpapiere

New York - Der mutmaßliche Betrüger Bernard Madoff hat vom Geld seiner Anleger laut offiziellen Angaben schon jahrelang keine Wertpapiere mehr gekauft. In Madoffs Firmenunterlagen habe sich kein Hinweis auf ein Wertpapiergeschäft während der vergangenen 13 Jahre gefunden, sagte der mit der Abwicklung der Gesellschaft beauftragte Treuhänder laut US-Medienberichten. Entgegen bisherigen Behauptungen Madoffs und seiner Mitarbeiter hätten der Handelsbereich und der Investmentarm der Firma auch keineswegs völlig unabhängig voneinander gearbeitet, sagte Treuhänder Irving Picard am Freitag (Ortszeit). Madoff hatte betont, ganz allein und ohne Wissen anderer gehandelt zu haben.dpa

Währungsfonds IWF plädiert

für gemeinsame Euro-Anleihe

Rom/Berlin - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich für eine gemeinsame Anleihe der Euro-Staaten ausgesprochen, die Länder mit geringerer Bonität entlasten würde. Ein Euro-Bond sei der richtige Ansatz zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Wochenende in Rom. Vor allem Griechenland, Irland und Italien müssen hohe Renditeaufschläge zahlen, um ihre Staatsanleihen noch an den Kapitalmärkten platzieren zu können. Die Euro-Gruppe fürchtet dennoch keine Zahlungsunfähigkeit eines Mitglieds. Deutschland lehnt gemeinsame Anleihen bisher ab. rtr

Deutsche Bank und Unicredit

sehen Osteuropa-Krise gelassen

New York/Mailand - Die Deutsche Bank und die italienische Unicredit sehen sich von der Verschärfung der Wirtschaftskrise in Osteuropa bislang nicht sonderlich betroffen. Die Deutsche Bank ist in der Region nach den Worten ihres Chefs Josef Ackermann kaum involviert. Das Institut sei nur „sehr wenig“ der dortigen Situation ausgesetzt, sagte Ackermann. Die italienische Großbank Unicredit, zu der auch die deutsche Hypo-Vereinsbank gehört, hält die Sorgen um Belastungen durch die Krise für übertrieben. „Wir sind wegen Osteuropa nicht beunruhigt“, sagte Firmenchef Alessandro Profumo. rtr

Erstmals seit 25 Jahren Kurzarbeit bei Volkswagen

Wolfsburg - Bei Europas größtem Autobauer Volkswagen gibt es erstmals seit 25 Jahren wieder in mehreren Werken Kurzarbeit. Von Montag an bleiben die Bänder vor allem im Fahrzeugbau für fünf Tage stehen. Betroffen sind rund zwei Drittel der 92 000 Beschäftigten in den deutschen Werken, also rund 61 000 Mitarbeiter. Die Sparte Forschung und Entwicklung sowie Teile der Komponentenfertigung bleiben von der Regelung unberührt. Auch Aus- und Weiterbildung laufen weiter. Nach der Kurzarbeitsphase wird die Arbeit mit der Nachtschicht am 1. März wieder aufgenommen. dpa

Royal Bank of Scotland will

20 000 Stellen streichen

London - Die verstaatlichte britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) will sich Medienberichten zufolge von zahlreichen Unternehmensteilen trennen und bis zu 20 000 Jobs abbauen. Der neue RBS-Chef Stephen Hester will sich künftig auf das Kerngeschäft der Bank konzentrieren und die übrigen Geschäfte für einen späteren Verkauf zunächst in eine Unterabteilung der Bank auslagern, berichten britische Medien. dpa

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