Wirtschaft : NACHRICHTEN

Neue Vorschriften für Krisenbanken

Berlin - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) will verhindern, dass angeschlagene Banken trotz hoher Verluste Geld an stille Teilhaber ausschütten. Künftig soll die Finanzaufsicht BaFin die Ausschüttung „aller Eigenmittelbestandteile verbieten können, die am Verlust teilnehmen“, heißt es in einem Schreiben des Finanzministeriums an den Finanzausschuss zum Thema „Reform der Bankenaufsicht“, aus dem das „Handelsblatt“ zitiert. Um die privaten Investoren nicht zu verlieren, haben hochdefizitäre Banken für 2008 Ausschüttungen auf stille Einlagen und Genussrechtskapital in dreistelliger Millionenhöhe vorgenommen - obwohl sie häufig nur mit staatlichen Hilfspaketen gerettet werden konnten. fmd/HB

Kanzlerin besucht Opel-Zentrale

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am 31. März die Zentrale des derzeit um staatliche Hilfen ringenden Autobauers Opel in Rüsselsheim besuchen. „Dieser Besuch ist seit langem geplant und steht nicht in Zusammenhang mit eventuellen aktuellen Rettungsplänen", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Freitag. Der Termin sei bereits im September 2008 vereinbart worden. Bei einer Sitzung der Unionsfraktion sagte Merkel Teilnehmern zufolge, sie lehne eine Sonderbehandlung von Opel bei möglichen Staatshilfen ab, da der Autobauer nicht „systemrelevant“ sei. Opel könne wie andere Unternehmen auch Hilfen aus dem neuen 100-Milliarden-Euro- Rettungsfonds beantragen. rtr/dpa

Kurzarbeit bei Luxusuhrenhersteller

Glashütte - Die Wirtschaftskrise erreicht nun auch den Luxusuhrenhersteller Lange&Söhne in Glashütte: Dort wird für ein halbes Jahr Kurzarbeit eingeführt. „Wir sehen diese Maßnahme als Chance, die momentan schwierige Situation zu überbrücken und Arbeitsplätze in unserem Unternehmen zu erhalten“, sagte Unternehmenssprecher Arnd Einhorn am Mittwoch und bestätigte damit Medienberichte. Die Nachfrage sei aufgrund der Wirtschaftskrise zurückgegangen, sagte Einhorn. Die 500 Mitarbeiter zählende Firma gehört zum Schweizer Luxusgüter-Konzern Richemont. dpa

Diesel-Reinigungsfahrten akzeptabel Karlsruhe - Obwohl Dieselautos mit Rußpartikelfilter nicht geeignet sind, damit ausschließlich in der Stadt zu fahren, rechtfertigt dies nicht den Rücktritt vom Kauf eines Neuwagens. Dass bei den Autos regelmäßige weitere Fahrten zur Filter-Reinigung nötig sind, sei kein Mangel, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe. Das Gericht wandte sich damit gegen die Urteile der beiden Vorinstanzen. Der Kläger, der damit nun unterlag, hatte den Kaufpreis von rund 26 000 Euro für einen neuen Opel Zafira zurückverlangt, weil der Rußpartikelfilter bereits nach kurzer Zeit im Stadtverkehr verstopft war (AZ: VIII ZR 160/07). AFP

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