Wirtschaft : NACHRICHTEN

Märklin-Erbe will Firma übernehmen

Göppingen - Ein Märklin-Erbe will gemeinsam mit strategischen Partnern den insolventen Göppinger Modellbahnhersteller übernehmen. Die auf den Mittelstand und Asien spezialisierte Beratungsfirma Klein & Coll habe ein entsprechendes Mandat eines ehemaligen Märklin-Gesellschafters erhalten, sagte Michael Keller, Teilhaber bei Klein & Coll, am Freitag in Griesheim (Hessen). Das Familienmitglied wolle einen einstelligen Millionenbetrag investieren. Ein Übernahmeangebot solle möglichst noch vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im April gemacht werden. dpa

Deutlich mehr Pleiten im Dezember

Wiesbaden - Zum Jahresende ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland sprunghaft gestiegen. Im Dezember 2008 sei es zu einem Zuwachs um 12,4 Prozent auf 12 568 im Vergleich zum Vorjahresmonat gekommen, berichtete das Statistischen Bundesamt am Freitag. Für 2009 rechnen Experten wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform durch die Verschärfung der Wirtschaftskrise mit einer Welle von Insolvenzen bei den Verbrauchern und den Unternehmen. dpa

Schärfere Regeln für Ratingagenturen

Brüssel - Ratingagenturen sollen künftig innerhalb der EU stärker beaufsichtigt werden. Darauf einigten sich die ständigen Vertreter der EU-Staaten in Brüssel und folgten damit weitgehend einem Vorschlag der EU-Kommission, berichteten Diplomaten am Freitag. Die Einigung werde nun mit dem Europaparlament diskutiert werden, das in die Gesetzgebung eingebunden ist. In der EU tätige Ratingagenturen müssen sich dem Kompromiss zufolge künftig registrieren, um von den zuständigen Aufsichtsbehörden überwacht zu werden. Außerdem sollen sie offenlegen, wie sie zu ihren Bewertungen kommen. dpa

IWF fordert mehr Konjunkturpakete

Washington - Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert weltweit mehr Konjunkturprogramme, um die globale Wirtschaftskrise zu überwinden. Die Programme sollten bis in die Jahre 2010 und 2011 reichen und international koordiniert werden, betonte der IWF mit Blick auf den G20 Wirtschaftsgipfel im April in London. Außerdem plädierte der IWF am Freitag in Washington für eine weltweit stärkere Regulierung der Finanzmärkte, um eine Wiederholung der Krise zu verhindern. Es gebe bisher keine Anzeichen für ein Nachlassen der Rezession. dpa

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