Wirtschaft : NACHRICHTEN

Seehofer fordert Schaeffler-Konzept

Herzogenaurach - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erwartet, dass der hochverschuldete Autozulieferer Schaeffler in dieser Woche ein Zukunftskonzept präsentiert. In einem Telefonat habe er dies mit Eigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler vereinbart, sagte Seehofer im Bayerischen Rundfunk. Das Konzept müsse tragfähig sein, ehe über Staatshilfen diskutiert werden könne. Für ihn stehe die Sicherung der Arbeitsplätze im Vordergrund. Ein Schaeffler- Sprecher wollte sich zu Details des Konzepts nicht äußern. „Selbstverständlich sind wir im Dialog mit der bayerischen Staatsregierung. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Banken und in der gebotenen Vertraulichkeit.“ dpa/Tsp

Kein Geld mehr für Großbanken

Washington - Die US-Regierung sollte nach Meinung führender Republikaner einige angeschlagene Großbanken bankrott gehen lassen anstatt sie mit weiteren Staatsgeldern zu stützen. Amerika dürfe es nicht Japan nachmachen, das in den 1990er Jahren durch Hilfen für strauchelnde Banken seinen wirtschaftlichen Niedergang verlängert habe, sagte Richard Shelby, der führende Republikaner im Bankenausschuss des US-Kongresses. „Wir begraben die kleinen Banken. Wir müssen einige der Großen beerdigen und eine starke Botschaft an den Markt senden“, sagte er dem TV-Sender ABC. Auch der frühere Präsidentschaftskandidat John McCain kritisierte, die Regierung scheue vor der harten Entscheidung zurück, Banken pleitegehen zu lassen. rtr

UBS will keine Staatsgelder mehr

Berlin - Die krisengeschüttelte Schweizer Großbank UBS will nach Möglichkeit ohne weitere Regierungsgelder auskommen. „Wir hoffen stark, keine weitere Staatshilfe zu brauchen“, sagte der designierte UBS-Verwaltungsratschef Kaspar Villiger der Schweizer „Sonntags-Zeitung“. Unter dem scheidenden Verwaltungsratspräsidenten Peter Kurer und dem ehemaligen Konzernchef Marcel Rohner habe die Bank viel zur Genesung getan. „Was wir nicht beeinflussen können, sind die Finanzmärkte, die völlig unberechenbar sind“, sagte Villiger. Die UBS hatte im vergangenen Jahr sechs Milliarden Franken an Regierungshilfen erhalten. rtr

Osteuropabank fordert Hilfen der EZB

Berlin - Angesichts der wachsenden Zahlungsschwierigkeiten einiger osteuropäischer Länder pocht der Chef der Osteuropabank EBRD, Thomas Mirow, auf weitere Hilfen für die Region. „Ein wichtiger Schritt wäre, wenn die Europäische Zentralbank den osteuropäischen Ländern bei der Versorgung mit zusätzlichen Euro-Swaplinien helfen könnte“, sagte Mirow dem „Handelsblatt“. Bisher stünden Kredithilfen der EZB nur wenigen osteuropäischen Ländern zur Verfügung, das müsse geändert werden. EBRD-Chef Mirow reagierte mit seinem Appell auf die Absage der europäischen Staats- und Regierungschefs zu einem eigenen Hilfsplan für Osteuropa. Statt eines umfassenden Krisenprogramms für notleidende Länder will die EU-Kommission sich nur im Einzelfall für Hilfen entscheiden.HB

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