Wirtschaft : NACHRICHTEN

Rumänien verlangt Hilfe

aus EU-Krisenfonds

Brüssel - Rumänien hat die EU-Kommission um finanzielle Unterstützung aus dem Krisenfonds der Europäischen Union gebeten. Die Kommission werde mit dem ärmsten EU-Land in den kommenden Tagen Verhandlungen über Finanzhilfen beginnen, erklärte EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia am Montag in Brüssel. Die noch verfügbaren 15 Milliarden Euro aus dem Topf für Zahlungsbilanzhilfen seien mehr als ausreichend, um Rumänien zu stützen. Österreichs Finanzminister Josef Pröll hatte gefordert, den Krisenfonds der EU für Länder, die nicht der Euro-Zone angehören, noch aufzustocken. Dies sei derzeit nicht notwendig, sagte Almunia. rtr

Mittelständler bitten immer öfter KfW um Kredite

Frankfurt am Main - Mittelständische Firmen werden in diesem Jahr voll von der Krise erwischt und dürften auch etliche tausend Arbeitsplätze abbauen. „Der Schrumpfprozess der Gesamtwirtschaft und der Niedergang der Exportindustrie wird im Mittelstand tiefe Löcher reißen“, sagte Helmut Rödl, Vorstand der Wirtschaftsauskunftei Creditreform bei der Vorlage des Mittelstandsmonitors 2009. Ulrich Schröder, Chef der bundeseigenen Förderbank KfW, sieht bei der Finanzierungslage der 3,5 Millionen Mittelständler zwar noch keine akuten Probleme, registriert allerdings zugleich eine vermehrte Nachfrage nach KfW-Krediten. Dies allerdings noch stärker für große Konzerne. Erstmals in ihrer Geschichte gewährt die KfW auch Unternehmen mit mehr als einer halben Milliarde Euro Jahresumsatz Kredite von jeweils bis zu 300 Millionen Euro. ro

Island verstaatlicht letzte große unabhängige Bank

Reykjavik - Island hat auch die letzte bislang noch unabhängig gebliebene große Bank verstaatlicht. Trotz einer starken Kapitalausstattung und der Unterstützung durch die Gläubiger sei die Liquidität der Straumur Burdaras nicht mehr ausreichend, teilte das Institut mit. Die isländische Finanzaufsicht IFSA habe daher den Verwaltungsrat der Bank entmachtet und das Institut unter staatliche Kontrolle gestellt. „Im Ergebnis ist Straumur geschlossen“, erklärte die Bank. Die internationale Finanzkrise hatte Island besonders hart getroffen. Die Regierung übernahm im Oktober die Kontrolle über die drei größten Finanzinstitute des Landes – Kaupthing, Landsbanki und Glitnir. Damit verhinderte sie zwar den Zusammenbruch des Finanzsystems, der Staat ging jedoch fast pleite und konnte nur durch milliardenschwere Notkredite gerettet werden. AFP

Aldi und Lidl senkten seit Januar Preise von über 100 Artikeln

Berlin - Die beiden führenden Lebensmitteldiscounter Aldi und Lidl haben in mehreren Preissenkungswellen seit Jahresbeginn die Preise von jeweils über 100 Artikeln gesenkt. Aldi Nord zählte am Montag in doppelseitigen Zeitungsanzeigen 117 Produkte auf, deren Preise es seit dem 15. Januar dauerhaft gesenkt hatte, Aldi Süd veröffentlichte eine Liste mit 112 dauerhaft billigeren Artikeln. Die Nummer zwei auf dem deutschen Markt, Lidl, warb damit, seit Januar die Preise von insgesamt mehr als 100 Artikeln dauerhaft gesenkt zu haben. Die Preise für Lebensmittel sind in den vergangenen Monaten teils gesunken, wozu auch der harte Konkurrenzkampf der Einzelhandelsketten beigetragen hatte. Verbraucherschützer kritisieren angesichts der Preisspirale nach unten, dass unter den massiv sinkenden Preisen auch die Qualität der jeweiligen Produkte leiden werde. AFP

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