Wirtschaft : NACHRICHTEN

Mehr Kurzarbeit bei Daimler

Stuttgart/München - Der Autobauer Daimler und der Chipkonzern Infineon weiten ihre Kurzarbeit aus. Daimler lässt weitere rund 18 000 Mitarbeiter im Lkw- Bau kurzarbeiten. Betroffen seien Beschäftigte der Werke Wörth, Gaggenau, Kassel und Mannheim, hieß es. Die meisten Mitarbeiter sollen bereits von Ostern an in Kurzarbeit geschickt werden, spätestens im Mai sollen die Übrigen folgen. Die Maßnahme soll bis zum Ende der Sommerferien gelten. Infineon weitet die Kurzarbeit sogar auf alle deutschen Standorte aus. Ab April werden 4000 Beschäftigte in München und einigen Dependancen kürzer arbeiten. 5000 Mitarbeiter sind schon in Kurzarbeit. AP/rtr

Industrie erhält weniger Aufträge

Berlin - Die Industrie ist mit einem kräftigen Auftragsminus ins Jahr gestartet. Im Januar sammelten die Firmen preis- und saisonbereinigt acht Prozent weniger Bestellungen ein als im Dezember, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Das ist das zweitstärkste Minus seit Beginn der Datenerhebung 1991. Das Statistische Bundesamt teilte zudem mit, dass die Arbeitskosten zum Jahresende 2008 so stark gestiegen sind, wie seit mindestens elf Jahren nicht mehr. Eine Stunde Arbeit im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor kostete im vierten Quartal kalenderbereinigt 3,9 Prozent mehr als 2007. Im Gesamtjahr 2008 legten die Arbeitskosten um 2,3 Prozent zu – so stark wie seit 2001 nicht mehr. Ursache waren Produktionsdrosselungen bei nahezu gleicher Mitarbeiterzahl. rtr

Abwrackprämie wird später gezahlt

Trier/Eschborn - Die ersten Abwrackprämien für Altautos werden nun doch erst in der kommenden Woche ausgezahlt. Die zuständige Bundeskasse Trier hat nach eigenen Angaben vom Mittwoch zwar die ersten Zahlungsanweisungen erhalten. Die Überweisungen an die Bürger würden aber erst zum 17. März ausgeführt, sagte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage. Die Leute hätten das Geld dann voraussichtlich Ende nächster Woche auf ihren Konten. dpa

Allianz für das Elektroauto

Düsseldorf - Eine Gruppe von 20 führenden Autokonzernen und Energieversorgern Europas arbeitet an den Voraussetzungen für eine einheitliche Infrastruktur für Elektroautos. Unter der Führung von RWE und Daimler will sich die Allianz schon bis April auf einheitliche Stecker, Kabel und Ladestationen verständigen. Die Partner wollen verhindern, dass die Einführung des Elektroautos von teuren Insellösungen behindert wird. Auch die kalifornische Firma Better Place bietet der Allianz eine Zusammenarbeit an. „Standardisierungen sind für den Erfolg unabdingbar und wichtig, wir verfolgen einen globalen Ansatz“, sagte Rolf Schumann, Projektleiter für Deutschland, dem „Handelsblatt“. Better Place wurde 2007 vom ehemaligen SAP- Manager Shai Agassi gegründet. HB

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben