Wirtschaft : NACHRICHTEN

Verkauf von Hapag-Lloyd ist perfekt

Hannover - Nach einer monatelangen Hängepartie ist der Verkauf der Traditionsreederei Hapag-Lloyd durch den Reisekonzern TUI an ein Hamburger Bieterkonsortium perfekt. Dem Unternehmen fließen nun 1,6 Milliarden Euro zu, wie TUI am Montag in Hannover mitteilte. Das sind 400 Millionen Euro weniger als ursprünglich erwartet. Unverändert verkauft TUI Hapag aber zu einem Unternehmenswert von 4,45 Milliarden Euro. Angesichts des Einbruchs des weltweiten Reedereigeschäfts hat das Hamburger Käuferkonsortium „Albert Ballin“ dem Touristikkonzern aber eine Reihe von Erleichterungen abgerungen. Unter anderem behält TUI nun mit 43,33 Prozent der Anteile zehn Prozent mehr als geplant an der neuen Hapag-Muttergesellschaft. AP/rtr

Börse verliert Finanzvorstand

Frankfurt am Main - Deutsche-Börse-Vorstandsmitglied Thomas Eichelmann verlässt das Dax-Unternehmen. Wie die Deutsche Börse am Montag mitteilte, endet das Mandat des für Finanzen und Personal zuständigen Managers „wegen teilweise unterschiedlicher Auffassungen zu einzelnen geschäftlichen Aspekten“ zum 30. April. Die Beendigung des Mandats erfolge dennoch „in guter Übereinkunft mit dem Aufsichtsrat“. Aufsichtsratschef Manfred Gentz dankte Eichelmann für dessen „sehr erfolgreiche Arbeit“. Ein Nachfolger ist noch nicht berufen. Bis dies geschehe, solle Vorstandschef Reto Francioni kommissarisch die Leitung des Ressorts übernehmen. AP

Milliardenklage abgewiesen

Kiel - Das Kieler Landgericht hat eine Milliardenklage gegen die France Télécom als unbegründet abgewiesen. Die Schadensersatzforderungen der Millennium GmbH aus Kiel und ihrer Geschäftsführerin Sybille Sindram-Schmid – Ehefrau des Mobilcom-Gründers Gerhard Schmid – in Höhe von fünf Milliarden Euro seien gescheitert, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Das Ehepaar hatte die Franzosen für die Verluste verantwortlich gemacht, die der Mobilcom AG und ihnen als Aktionär durch den Ausstieg der France Télécom aus dem UMTS-Mobilfunk-Geschäft entstanden seien. Dadurch sei Mobilcom kein Nachteil entstanden, entschied das Gericht. (Az: 14 O 195/03 und 14 O 90/05).dpa

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