Wirtschaft : NACHRICHTEN

Ex-Minister Marnette sieht weitere Verluste bei der HSH Nordbank

Frankfurt am Main - Auf die angeschlagene HSH Nordbank dürften nach Einschätzung des zurückgetretenen Kieler Wirtschaftsministers Werner Marnette (CDU) weitere Verluste zukommen. Die von den Landesregierungen in Hamburg und Kiel am Freitag beschlossene Eigenkapitalspritze in Höhe von drei Milliarden Euro sei „Ende dieses Jahres schon verfrühstückt“, sagt Marnette dem „Spiegel“. Der aus Protest gegen das Krisenmanagement am vergangenen Wochenende zurückgetretene Politiker begründete seine Einschätzung mit zu optimistischen Annahmen des HSH-Managements hinsichtlich der Konjunkturentwicklung sowie mit einer nicht ausreichenden Risikovorsorge im Bereich Schifffahrt. rtr

Ehemaliger Finanzminister Grasser

verlässt Meinl-Imperium

Wien - Der ehemalige österreichische Finanzminister Karl- Heinz Grasser hat wenige Tage nach der Festnahme des Meinl-Chefs seinen baldigen Rückzug aus dem Firmenimperium angekündigt. Nach einem Bericht der Tageszeitung „Österreich“ vom Sonntag will Grasser, der in dem Unternehmen „Meinl International Power“ (MIP) 2007 einen Vorstandsjob angenommen hatte, seine Anteile an MIP zurückgeben und sich „neuen Aufgaben zuwenden“. Grasser, der mit der Kristallerbin Fiona Swarovski verheiratet ist, besitzt an der Meinl-Gesellschaft 33,3 Prozent. Der Ex-Finanzminister wies Berichte zurück, wonach er im Rahmen der Ermittlungen gegen Julius Meinl V. als „Verdächtiger“ geführt werde. Grasser betonte, es gebe „definitiv keine Vorwürfe“ gegen ihn. dpa

Deutlicher Besucherrückgang

bei Leipziger Automesse AMI

Leipzig - Die Leipziger Messe Auto Mobil International (AMI) hat in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang der Besucherzahlen hinnehmen müssen. Kamen im Vorjahr rund 293 000 Interessenten, waren es nach Messeangaben vom Sonntag in diesem Jahr gut 250 000. „Unsere Aussteller sind mit der Publikumsresonanz, der Qualität der Besucher und den Geschäftsabschlüssen sehr zufrieden“, zog Messechef Wolfgang Marzin dennoch ein positives Fazit. Der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Volker Lange sagte, die Messe habe dazu beigetragen, den Stimmungsumschwung pro Auto zu verstärken. AP

Alexander Falk droht

Millionen-Schadenersatzzahlung

Hamburg - Dem früheren Internetunternehmer Alexander Falk drohen einem Medienanbericht zufolge Schadenersatzzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe. Nach Angaben der „Wirtschaftswoche“ fordert das britische Unternehmen Energis die Kaufsumme für die Internetfirma Ision des Stadtplan-Verlagserben zurück. Im Mai 2008 hatte das Landgericht Hamburg Falk wegen gemeinschaftlichen versuchten Betrugs und weiterer Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt. Dagegen legte Falk Revision ein, eine Entscheidung darüber steht noch aus. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar