Wirtschaft : NACHRICHTEN

Ermittlungen bei HSH Nordbank

Hamburg - Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat gegen Verantwortliche der HSH Nordbank ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Behörde prüfe den Verdacht der Untreue im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise, sagte Sprecher Wilhelm Möllers am Dienstag. Das Verfahren gehe auf eine Strafanzeige des Hamburger Rechtsanwalts Gerhard Strate zurück. Gegen welche und wie viele Verantwortliche sich die Ermittlungen konkret richten, konnte Möllers zunächst nicht sagen. In der Anzeige heißt es, der Vorstand einer Kapitalgesellschaft habe die Pflicht, das Vermögen der Aktionäre „wie ein sorgfältiger und gewissenhafter Kaufmann zu betreuen“. Der Vorstand habe aber offenbar zu keinem Zeitpunkt einen Zusammenbruch des Derivatehandels in seine Risikoüberlegungen einbezogen. Auch der Aufsichtsrat habe seine „Vermögensfürsorgepflicht“ beim Kreditersatzgeschäft offenkundig nicht wahrgenommen. Die HSH hatte im Februar einen Verlust bis zu 2,8 Milliarden Euro für 2008 eingeräumt. Die Finanzaufsicht Bafin drohte daraufhin mit einer Schließung der Bank. Die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein brachten deshalb ein insgesamt 13 Milliarden Euro schweres Rettungspaket auf den Weg. dpa/AP

IWF erwartet noch mehr Giftpapiere

London - Die Summe giftiger Wertpapiere bei Banken und Versicherungen könnte sich weltweit auf fast vier Billionen Dollar verdoppeln. Der Internationale Währungsfonds (IWF) befürchte, dass die Belastungen in den Bilanzen der Finanzinstitute auf diese Summe angeschwollen sind, berichtete die britische Zeitung „The Times“ am Dienstag ohne Angabe von Quellen. Noch im Januar war der IWF davon ausgegangen, dass sich die Abschreibungen durch Schrottpapiere in den USA bis Ende kommenden Jahres auf 2,2 Billionen Dollar belaufen. Der IWF will seinen neuen Bericht zur Lage der Wirtschaft am 21. April vorstellen.dpa

Schlechter Auftakt der Bilanzsaison

New York- Die Bilanzsaison in den USA ist mit schlechten Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa gestartet. Das Unternehmen musste einen Quartalsverlust von 497 Millionen Dollar verbuchen. Damit fiel das Minus noch etwas höher aus als von Experten erwartet. Ein Jahr zuvor hatte Alcoa noch einen Gewinn von 303 Millionen Dollar erzielt. Der Umsatz brach wegen der gesunkenen Nachfrage um mehr als 41 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar ein. dpa

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