Wirtschaft : NACHRICHTEN

Datenschützer belastet Bahn

Berlin - Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix wirft der Bahn vor, bei der Ausspähung ihrer Mitarbeiter gegen Gesetze verstoßen zu haben. Unter anderem habe eine vom Konzern beauftragte Kölner Detektei in einem mutmaßlichen Korruptionsfall mehrfach Konten eines Verdächtigen ausgekundschaftet, meldet die „Süddeutsche Zeitung“. Das Blatt bezieht sich auf Dix’ vorläufigen Abschlussbericht zu der Datenaffäre, den er dem Konzern letzte Woche übersandte. Die Detektei habe etwa Unterhaltszahlungen für die Kinder des Verdächtigen erfasst. Dem Dix-Bericht zufolge sei es kaum vorstellbar, dass dies ohne Gesetzesverstöße geschehen sei. rtr

GM und Chrysler stützen Zulieferer

Washington - Der US-Autobauer Chrysler und die Opel-Mutter General Motors haben mit staatlicher Hilfe Programme zur Unterstützung ihrer Zulieferer aufgelegt. Wie das US-Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, werden die Maßnahmen mit bis zu fünf Milliarden Dollar von der Regierung gestützt. Damit würden Außenstände der Zulieferer seit dem 19. März garantiert. „Die Maßnahmen werden die Auto-Zulieferer stabilisieren und die Kreditvergabe in einer kritischen Branche, die mehr als 500 000 Amerikaner beschäftigt, wieder anregen“, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. rtr

Goldman-Chef kritisiert Manager-Gier

New York - Der Chef der US-Bank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, hat sich für eine Reform der Managerbezahlung ausgesprochen. Der Bank-Chef ging auf einer Investorenkonferenz mit der eigenen Branche scharf ins Gericht und appellierte an ihre Verantwortung für das gesamte Finanzsystem. Die Finanzkrise sei „tief demütigend“ für die Banken, sagte er am Dienstag in Washington. Im Rückblick wirkten einige Entscheidungen etwa zu Managervergütungen „selbstsüchtig“ und „gierig“. Zuvor hatte auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann von seiner Branche Mäßigung bei milliardenschweren Bonuszahlungen verlangt. dpa

EU-Hilfen für entlassene Angestellte

Brüssel - Die EU weitet ihre Hilfen für entlassene Arbeitnehmer aus. Die EU-Staaten und das Europaparlament einigten sich auf einen entsprechenden Kommissionsvorschlag, wie der tschechische EU-Vorsitz mitteilte. Danach wird ein jährlich mit 500 Millionen Euro dotierter Hilfsfonds grundsätzlich für alle EU-Bürger geöffnet, die wegen der Krise ihre Stelle verlieren. Bisher standen die Gelder aus dem sogenannten Globalisierungsfonds nur dann zur Verfügung, wenn ein Betrieb ins Ausland verlagert wurde. Mit dem Geld hilft die EU entlassenen Arbeitnehmern bei der Jobsuche oder bei Umschulungen. AFP

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