Wirtschaft : NACHRICHTEN

US-Börsen im Minus

New York - Die Wall Street hat am Montag einen schwachen Start in die neue Handelswoche hingelegt. Die Anleger hielten sich angesichts einer Reihe noch anstehender Unternehmenszahlen von Börsen-Schwergewichten wie der Citigroup oder General Electric zurück. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum späten Montagabend 0,4 Prozent auf 8048 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,5 Prozent nach auf 1643 Stellen. Die Frankfurter Börse blieb wegen des Osterfeiertags geschlossen. rtr

Industrie investiert weniger

Frankfurt am Main - Die deutsche Industrie streicht ihre Investitionen im Ausland drastisch zusammen. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die dem „Handelsblatt“ vorliegt, will die Mehrzahl der 7000 befragten Unternehmen in diesem Jahr ihren ausländischen Kapitaleinsatz im Vergleich zum Vorjahr nicht ausweiten, sondern sogar zurückschrauben. Einen solchen Negativtrend hat es bei den Auslandsinvestitionen seit Beginn der DIHK-Umfrage im Jahr 1995 noch nicht gegeben. „Der Internationalisierungskurs der letzten Jahre flaut ab – zumindest vorerst“, sagte der Chefvolkswirt des DIHK, Volker Treier. HB

Deutsche telefonieren mehr mobil

Berlin - In Deutschland wird immer mehr mit dem Handy telefoniert. Die Summe der Gesprächsminuten hat sich stark erhöht – von insgesamt 136,5 Milliarden Minuten im Jahr 2007 auf rund 150,2 Milliarden Minuten im Jahr 2008. Damit telefonierte jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr im Schnitt rund 30,5 Stunden mobil, eine Steigerung von rund zehn Prozent. Für dieses Jahr erwartet der Hightech-Verband Bitkom auf Basis von Erhebungen der Bundesnetzagentur ein ähnlich hohes Wachstum. Ende 2008 gab es in Deutschland mehr als 107 Millionen Handy-Verträge. Damit kommen auf jeden Bürger im Schnitt 1,3 Mobiltelefonanschlüsse. Tsp

UBS plant weitere Stellenkürzungen

Zürich - Die Schweizer Großbank UBS wird Zeitungsberichten zufolge in Kürze weitere Stellenstreichungen bekannt geben. Bei der kommenden Abbaurunde seien auch Tausende der 26 400 Arbeitsplätze in der Schweiz bedroht, berichtete die „NZZ am Sonntag“ unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise. Am stärksten betroffen seien Abteilungen wie das Marketing, wo bis zu ein Drittel der Jobs wegfallen könnten. Laut „NZZ“ könnte die Bank die Einschnitte nach der Hauptversammlung am 22. April offiziell machen. Die Zeitung „Sonntag“ hatte Ende März berichtet, bei der neuen Sparrunde seien 8000 Arbeitsplätze in Gefahr. rtr

IG BCE kündigt weitere Proteste an

Hannover - Die Industriegewerkschaft BCE hat weitere Proteste gegen den geplanten Stellenabbau beim Autozulieferer Continental angekündigt. Zu der für den 23. April geplanten Hauptversammlung sei eine Demonstration zusammen mit französischen Beschäftigten geplant, sagte der Vorsitzende der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt. „Wir werden Continental noch einmal klipp und klar ins Stammbuch schreiben, dass die Vorgehensweise des Vorstands nicht akzeptiert werden kann.“ Am 11. März hatte Conti die Schließung des Lkw-Reifen-Werkes in Hannover und eines Standortes im nordfranzösischen Clairoix bekanntgegeben. „Es wird seitens der Gewerkschaft keine Zustimmung zu den Plänen geben“, sagte Schmoldt. AP

G7-Finanzministergipfel am 24. April

Washington - Die USA haben die Finanzminister der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer nach Washington zu einem Gipfel am 24. April eingeladen. Zunächst soll es ein Treffen der G7-Vertreter geben, zu denen auch Deutschland zählt. Anschließend soll die Runde um Russland und die zwölf wichtigsten Schwellenländer zur G20 erweitert werden, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Der amerikanische Ressortchef Timothy Geithner werde Gastgeber beider Treffen sein, die den halbjährigen Sitzungen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank vorausgehen. rtr

Madoff soll Insolvenz anmelden

New York - Im größten Betrugsfall der Finanzgeschichte wollen Anleger eine Privatinsolvenz des geständigen Geschäftsmannes Bernard Madoff erzwingen. So soll mehr Geld zur Entschädigung von Opfern zur Verfügung stehen. Auch die Zahl der Anspruchsberechtigten könnte auf diese Weise steigen. Einige Investoren reichten am Montag vor einem New Yorker Gericht laut US-Medien einen entsprechenden Antrag ein. Der Schaden durch Madoffs Schneeball-System soll insgesamt bis zu 65 Milliarden Dollar betragen. Der 70-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben