Wirtschaft : NACHRICHTEN

Köhler: Banker sollen Boni spenden

Hamburg - Bundespräsident Horst Köhler hat die Manager angeschlagener Banken dazu aufgefordert, ihre Sonderzulagen teilweise zu spenden. Das Ansehen der Eliten sei nicht erst seit der Wirtschaftskrise schlecht. Es könne nur bei Einsicht in eigene Fehler zurückgewonnen werden – durch den Willen, Schaden wiedergutzumachen, sagte Köhler in Hamburg in einer Rede vor Zuhörern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. „Vorstände von Banken, denen mit enormen staatlichen Mitteln geholfen wurde, könnten etwa einen Teil ihrer Extravergütungen aus den Boomjahren in einen Entschädigungsfonds für Härtefälle zahlen.“ Auch eine gemeinnützige Stiftung aller Banken sei denkbar. dpa

EU will Handykosten weiter senken

Brüssel - Die EU-Kommission will die Mobilfunkkosten in Europa weiter senken. Die Brüsseler Behörde empfahl neue Leitlinien für Terminierungsentgelte. Das sind die Gebühren, die sich Telefonanbieter gegenseitig berechnen, um die Anrufe ihrer Kunden in andere Netze zuzustellen („Terminierung“). Die derzeitigen Entgelte lägen in den meisten EU- Staaten bis zu fünfmal über den tatsächlich entstandenen Kosten, sagte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Derzeit liegt die Spanne im Mobilfunk zwischen zwei Cent je Minute auf Zypern und 15 Cent in Bulgarien. In Deutschland werden acht Cent berechnet. Die Kommission empfiehlt „eine einheitliche und rigorose“ Absenkung in allen Mitgliedstaaten. Damit könnten Unternehmen und Haushalte bis 2012 insgesamt zwei Milliarden Euro sparen. dpa

Schneller Ausbau der Stromnetze

Berlin - Die Stromnetze in Deutschland sollen schneller ausgebaut werden. Damit sollen Engpässe beim Transport von Strom aus erneuerbaren Energien sowie beim Stromexport verringert werden. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag mit den Stimmen von Union, SPD und FDP. Grüne und Linke stimmten dagegen. Bei Klagen gegen einen Ausbau ist das Bundesverwaltungsgericht künftig als einzige Instanz zuständig, um langwierige Verfahren zu vermeiden. In vier Pilotprojekte wird die vergleichsweise teure – von den Bürgern oft bevorzugte – Erdverkabelung getestet. dpa

Noch 65 Milliarden für US-Banken New York/Washington - Die US-Notenbank (Fed) hat laut US- Medienberichten mindestens sieben der größten US-Banken angewiesen, ihr Kapitalpolster zu stärken. Zusammen benötigen sie demnach zusätzliche Finanzspritzen in Höhe von 65 Milliarden Dollar, um auch einer etwaigen weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage standhalten zu können, schrieb das „Wall Street Journal“ kurz vor der offiziellen Bekanntgabe der „Stress-Test“- Ergebnisse der Fed am Donnerstagnachmittag (Ortszeit). Die Ergebnisse des Prüfung lagen zum Redaktionsschluss nicht vor. dpa

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