Wirtschaft : NACHRICHTEN

Regierung berät über Opel-Zukunft

Berlin - Die Bundesregierung will den Autobauer Opel im Fall einer Insolvenz der US-Konzernmutter General Motors nach Angaben aus Regierungskreisen vorübergehend stabilisieren. Bei einem Spitzentreffen wollten die zuständigen Minister am heutigen Donnerstag die Möglichkeiten für eine Überbrückungsfinanzierung ausloten, hieß es. Bei einem Treffen in Frankfurt am Main vereinbarten unterdessen deutsche und italienische Gewerkschafter, gemeinsam Werksschließungen bei einer möglichen Übernahme von Opel durch Fiat verhindern zu wollen. „Wir fürchten, dass in der Krise brachial Arbeitsplätze zerschlagen werden“, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz. Er sprach von bis zu 18 000 gefährdeten Stellen bei Opel und Fiat. rtr

Milchbäuerinnen im Hungerstreik

Berlin - Wütende Milchbäuerinnen wollen ihrem Protest gegen zu niedrige Milchpreise mit einem unbefristeten Hungerstreik vor dem Berliner Bundeskanzleramt Nachdruck verleihen. Nach zweitägigen erfolglosen Demonstrationen würden sechs Bäuerinnen ab sofort nichts mehr essen, kündigte die Landwirtin Steffi Butscher am Mittwoch an. „Wir hungern so lange, bis Frau Merkel mit uns spricht“, ergänzte sie. Die Bäuerinnen wollen einen Milchkrisengipfel erreichen und fordern ein Minimum von 40 Cent pro Liter Milch. Am Mittwoch hatten rund 250 Bäuerinnen in Berlin erneut demonstriert. dpa

Audi will trotz Krise Gewinn machen

Neckarsulm - Der Autobauer Audi will trotz der Absatzkrise 2009 einen deutlichen Gewinn einfahren. Audi sei im „Krisenjahr“ auf einem guten Weg, „ein signifikant positives Ergebnis“ zu erreichen, sagte Audi-Chef Rupert Stadler auf der Hauptversammlung. Der Absatz werde voraussichtlich um rund zehn Prozent auf 900 000 Fahrzeuge sinken. In den ersten vier Monaten 2009 verkauften die Ingolstädter rund 292 000 Fahrzeuge, 13,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit steht Audi deutlich besser da als die Konkurrenten Daimler und BMW. dpa

Ryanair kassiert beim Einchecken

London/Dublin - Wer beim Billigflieger Ryanair immer noch am Flughafen einchecken will, muss vom kommenden Mittwoch an eine Gebühr von 40 Euro bezahlen. Vom 20. Mai an müssten alle Reisenden im Internet einchecken, teilte die irische Fluglinie mit. Dies gelte nun auch für Passagiere mit aufzugebendem Gepäck und mit Kleinkindern. Für das Online-Einchecken müssen Fluggäste dann eine Gebühr von fünf Euro pro Strecke und Person bezahlen. Bisher war das Einchecken im Internet kostenlos. dpa

BayernLB macht wieder Gewinn

München - Die krisengeschüttelte BayernLB ist nach den Rekordverlusten im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Vor Steuern verdiente die Landesbank im ersten Quartal 331 Millionen Euro, wie sie am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von 770 Millionen Euro angefallen. Für das Gesamtjahr 2009 ist die Bank aber weiterhin skeptisch. AP

Berliner Innovationspreis ausgelobt

Berlin - Berlin und Brandenburg laden regionale Firmen wieder zur Teilnahme am Innovationspreis der beiden Länder ein. Die Auszeichnung, die an bis zu fünf Unternehmen vergeben wird, ist mit jeweils 10 000 Euro dotiert und soll Innovationen in der Hauptstadtregion fördern. Neu in diesem Jahr ist ein Sonderpreis für Verbundprojekte, an denen Teilnehmer beider Länder kooperieren. Bewerben können sich Firmen vom 25. Mai bis 24. Juli (www.innovationspreis.de). avi

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