Wirtschaft : NACHRICHTEN

Regierung hofft auf Einlenken der USA im Fall Opel

Berlin - Die Bundesregierung hofft, den Widerstand der US-Seite gegen ihr Treuhandkonzept für Opel noch ausräumen zu können. Es gebe keine grundsätzliche US-Ablehnung des Modells, hieß es am Samstag in Regierungskreisen. Der Plan sieht vor, mit staatlicher Hilfe eine Überbrückungslösung zu schaffen und damit Zeit gewinnen, bis ein privater Investor die Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) übernimmt. Die Bundesregierung hat den Opel-Interessenten bis Mittwoch Zeit gegeben, konkrete Übernahmekonzepte vorzulegen. Der Chef der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, signalisierte Sympathie für das Konzept des kanadisch-österreichischen Autozulieferers Magna. Aber auch Fiat macht sich Hoffnungen. Konzernchef Sergio Marchione will nach eigenen Worten bis Mittwoch einen fertigen Übernahmeplan vorlegen. rtr/AP

Erzrivale JC Decaux will Berliner Wall AG übernehmen

Berlin - Europas größter Außenwerber JC Decaux will den Berliner Konkurrenten Wall übernehmen. „Damit könnten wir unser gemeinsames Angebot noch verbessern“, sagte Konzernchef JeanFrancois Decaux der „Wirtschaftswoche“. JC Decaux hält bereits 40 Prozent an Wall. Die beiden Unternehmen verbindet eine lange Rivalität. Im Sommer vergangenen Jahres war eine geplante Partnerschaft am Widerstand des Aufsichtsratschefs und Hauptgesellschafters der Wall AG, Hans Wall, gescheitert. Die damaligen Gespräche seien „immer nur als ein Zwischenschritt für ein Zusammengehen beider Unternehmen gedacht“ gewesen, sagte Decaux nun. Letztlich habe sich die Familie Wall daran aber nicht halten wollen. Der Zeitpunkt für Übernahmen ist laut Decaux günstig, da die meisten der Konkurrenten hoch verschuldet seien und Finanzierungsprobleme hätten. Tsp

Zumwinkel und Ricke sollen früher von Bespitzelung gewusst haben

Frankfurt am Main - In der Bespitzelungsaffäre der Deutschen Telekom sollen der frühere Aufsichtsratsvorsitzende, Klaus Zumwinkel, und der frühere Vorstandschef Kai-Uwe Ricke bereits im Herbst 2005 und damit früher als bisher bekannt von den illegalen Datenabgleichen gewusst haben. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eine Zeugenaussage. Die zuständige Staatsanwaltschaft Bonn war am Samstag nicht zu erreichen. AP

Verfahren gegen Ex-Siemens-Manager eingestellt

München - Der frühere Siemens-Vorstand Johannes Feldmayer bleibt nach seiner Verurteilung wegen verdeckter Millionenzahlungen an die Arbeitnehmerorganisation AUB von einem Bußgeld in München verschont. Ein Verfahren gegen ihn wegen möglicher Verletzung seiner Aufsichtspflichten sei eingestellt worden, sagte der Münchner Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Samstag. Hintergrund ist das bereits rechtskräftige Urteil gegen Feldmayer wegen Untreue und Steuerhinterziehung. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Feldmayer im November 2008 wegen verdeckter Millionenzahlungen an die Arbeitnehmerorganisation AUB zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. dpa

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