Wirtschaft : NACHRICHTEN

Gründer-Elan in Berlin lässt nach

Berlin - Berlin bleibt die Großstadt mit den meisten Firmengründungen pro Kopf in Deutschland, hat aber im vergangenen Jahr einen Rückgang verzeichnet. 2008 sank die Zahl der Neugründungen in Berlin im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent auf rund 33 500, wie aus dem aktuellen Gründerindex der Bürgschaftsbank Berlin-Brandenburg hervorgeht. Damit kamen auf 10 000 Erwerbspersonen 186 Neugründungen, deutschlandweit lag diese Zahl bei nur 152. Bei den „echten Betriebsgründungen“, das heißt bei Gründungen mit einer selbstständigen Hauptniederlassung, lag Berlin hinter Frankfurt auf Platz zwei. avi

Autofirmen streichen tausende Jobs

Frankfurt am Main - Die Absatzkrise in der Automobilindustrie führt 2009 weltweit zu einem massiven Stellenabbau in der Zulieferindustrie. Das geht aus einer am Dienstag in Frankfurt am Main veröffentlichten Studie des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und der Beratungsfirma Oliver Wyman hervor. Von den weltweit 7,4 Millionen Stellen könnten bis Jahresende 15 Prozent abgebaut werden. Allein im deutschsprachigen Raum hätten seit November 2008 mehr als 30 Unternehmen Insolvenz angemeldet, in den USA sei derzeit die Hälfte der 30 größten Zulieferer insolvenzgefährdet. Für die Studie wurden im März und April 120 Topmanager aus Europa, Asien und Nordamerika zur Lage ihrer Firmen befragt. „Die Krise trifft die Zulieferer mit voller Wucht: Im ersten Quartal 2009 brach der Umsatz um 35 Prozent ein, fast alle Unternehmen machten Verluste“, berichteten VDA und Wyman. dpa

Warentester spüren die Krise

Berlin - Die Krise ist auch an der Stiftung Warentest nicht spurlos vorbeigegangen. Die Zahl der Abonnementen der Zeitschrift „Test“ sank von 446 000 im Dezember 2007 auf nur noch 437 000 Ende 2008. Damit habe sich der Rückgang der Abos jedoch verlangsamt, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Auch im Handel wurden im Schnitt nur noch 90 000 Hefte verkauft, das sind pro Monat rund 3000 weniger als im Vorjahr. Insgesamt sanken die Umsatzerlöse der Stiftung, die 287 Mitarbeiter beschäftigt, von rund 41 Millionen 2007 auf 39,8 Millionen 2008. Es blieb ein positives Ergebnis von 870 000 Euro. Da 2007 noch rund zwei Millionen Euro erzielt wurden, hat sich das Ergebnis somit mehr als halbiert. vis

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