Wirtschaft : NACHRICHTEN

6000 Bauern wollen demonstrieren

Berlin - Mit einer Großdemonstration in Berlin wollen die Bauern am Montag ihrer Forderung nach mehr staatlicher Hilfe Nachdruck verleihen. Zu der Protestkundgebung würden mehr als 6000 Landwirte aus dem ganzen Land kommen, kündigte der Deutsche Bauernverband (DBV) am Freitag an. Die Demonstration stehe unter dem Motto „Jetzt reicht’s – endlich ein Konjunkturpaket für die deutschen Bauern!“ Auf der Kundgebung an der Siegessäule werden demnach DBV-Präsident Gerd Sonnleitner und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sprechen. AFP

Post erhöht Druck auf Gewerkschaft

Frankfurt am Main - Die Post prüft, einen Teil der Briefzustellung an Fremdunternehmen auszulagern, um so Personalkosten zu sparen. „Wir wollen das möglichst vermeiden, aber es wird sich in den Verhandlungen zeigen, ob wir dazu gezwungen sein werden“, sagte Briefvorstand Jürgen Gerdes der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Damit erhöht der Konzern im Streit um längere Arbeitszeiten und Löhne den Druck auf die Gewerkschaft Verdi. Auf Dauer werde sich die Post weder die kurze Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden noch das heutige Lohnniveau leisten können, sagte Gerdes. Er will demnach die Löhne für neue Mitarbeiter absenken. AFP

Liechtenstein lenkt ein

Berlin - Die beiden Steueroasen Luxemburg und Liechtenstein wollen künftig Amtshilfe im Kampf gegen Steuerhinterziehung leisten. Die Regierungen vereinbarten am Freitag, zügig über ein Doppelbesteuerungsabkommen nach den OECD-Standards zu verhandeln, wie Liechtensteins Regierung am Freitag mitteilte. Die Regeln sehen vor, dass sich die Steuerbehörden bei konkreten Anfragen Auskunft erteilen. Beide Länder verhandeln auch mit Deutschland darüber. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte ihnen wiederholt vorgeworfen, mit ihrer Gesetzgebung Ausländer zur Steuerhinterziehung einzuladen. rtr

Gasprom fährt Produktion zurück

Moskau - Der russische Gasversorger Gasprom fährt seine Produktion wegen der Wirtschaftskrise dieses Jahr um bis zu 18 Prozent zurück. Das Fördervolumen werde „angesichts des wirklichen Verbrauchs des Marktes“ bei nur noch 450 bis 510 Milliarden Kubikmetern liegen, sagte der Vize-Präsident des größten Gaslieferanten der Welt, Alexander Ananenkow, laut Agentur Interfax. Im vergangenen Jahr hatte Gasprom noch 549,7 Milliarden Kubikmeter Gas gefördert. AFP

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