Wirtschaft : NACHRICHTEN

Microsoft mit „Bing“ gegen Google

Redmond - Microsoft will seine neue Suchmaschine nach einem Medienbericht „Bing“ taufen und massiv in die Werbung für das Produkt investieren. Der Softwarehersteller plane eine Kampagne in allen Mediengattungen und werde zwischen 80 und 100 Millionen Dollar ausgeben, berichtete das Fachmagazin „Advertising Age“ am Montag in der Online-Ausgabe. Microsoft kommentierte den Bericht nicht. Das Unternehmen liegt mit seiner Suchmaschine Live Search derzeit weit hinter Marktführer Google. Weltweit erreichte der Konzern 2008 laut Zahlen des Dienstleisters NetApplications einen Marktanteil von 4,8 Prozent, während Google auf 81 Prozent kam. „Advertising Age“ wertet die Kampagne als Attacke auf den Marktführer: „Google hat sicherlich noch nie so einem großen Werbeangriff gegenübergestanden.“ dpa

Importpreise stark gefallen

Wiesbaden - Angesichts der weltweit einbrechenden Nachfrage sind die Importpreise im April so stark gefallen wie seit mehr als 20 Jahren nicht. Gegenüber April 2008 brachen sie um 8,6 Prozent ein, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Dies war der größte Rückgang gegenüber einem Vorjahresmonat seit März 1987, als 10,4 Prozent registriert worden waren.

Vor allem die stark gesunkenen Preise für Energieträger wirkten sich auf den Einfuhrpreis-Index aus: Sie fielen im Jahresvergleich um 33,6 Prozent und um 2,9 Prozent gegenüber März. Die Preise für Rohöl sanken im Vorjahresvergleich um 43,6 Prozent, gegenüber März stiegen sie allerdings um 5,3 Prozent. AP

Solarbranche erwartet Wachstum

München - „Viele Unternehmen sehen nach einem holprigen Jahresauftakt wieder Licht am Ende des Tunnels“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig, am Dienstag anlässlich der Eröffnung der Branchenmesse Intersolar in München. Die Vorjahreszahlen dürften 2009 mindestens wieder erreicht werden. 2008 wurden in Deutschland über 300 000 Solaranlagen mit einer Strom- und Wärmespitzenleistung von rund 1,5 Gigawatt neu installiert. rtr

Rundfunkgebühr für PC mit Internet

Münster - Das Oberverwaltungsgericht in Nordrhein-Westfalen hat in einem Grundsatzurteil die Rundfunkgebührenpflicht für Computer mit Internetzugang bestätigt. Die Gebühr von monatlich 5,52 Euro müssen PC-Nutzer mit Internetzugang seit 2007 entrichten, wenn sie kein übliches Radio besitzen. Es komme nicht darauf an, ob am Computer tatsächlich Radio gehört werde. Für die Gebührenerhebung reiche die Nutzungsmöglichkeit aus. Damit wurden die Klagen von zwei Studenten zurückgewiesen (AZ: 8 A 2690/08). AFP

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