Wirtschaft : NACHRICHTEN

Kaupthing-Sparer fast am Ziel

Frankfurt am Main - Rund acht Monate nach dem Beinahe-Kollaps der isländischen Bank Kaupthing rückt für die deutschen Kunden eine Rückzahlung ihrer Spareinlagen in greifbare Nähe. Das mittlerweile verstaatlichte Institut verschickte jetzt Formulare an die Anleger, mit denen diese die Bank mit der Auszahlung der Gelder beauftragen können. „Diese Ankündigung der Bank enthält keine Fallen oder sonstige nachteilige und versteckte Klauseln“, erklärte der Chef der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Klaus Schneider, am Dienstag. Die isländische Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir hatte vor einem Monat deutlich gemacht, dass die Bank genug Mittel für die Auszahlung habe. Insgesamt haben deutsche Sparer etwa 308 Millionen Euro bei der Bank angelegt.rtr

Zigaretten werden ab Juni teurer

Hamburg - Die Raucher in Deutschland müssen ab diesem Monat mehr für ihre Zigaretten bezahlen. Auch Drehtabak und Feinschnitt werden teurer, weil die Zigarettenkonzerne ihre Preise anheben. Eine 17-Stück-Schachtel der meistgerauchten Marke „Marlboro“ kostet künftig 4,20 Euro und damit 20 Cent mehr als bisher. Für ein Päckchen „Lucky Strike“ müssen die Raucher 4,10 Euro statt 3,90 Euro ausgeben, auch bei „JPS“ und „West“ steigt der Preis um 20 Cent. Selbstdreher müssen für ein 40-GrammPäckchen Tabak der Marke „Drum“ künftig 5,20 Euro und damit 30 Cent mehr als bisher bezahlen. Die Unternehmen begründen die Preiserhöhungen vor allem mit gestiegenen Rohstoffpreisen.dpa

Neue Festnahmen im Fall Siemens

Athen/München - Im Siemens-Schmiergeldskandal hat es in Griechenland neue Festnahmen gegeben. Nachdem sich in den vergangenen Tagen zwei ehemalige Manager des Konzerns aus Griechenland ins Ausland abgesetzt haben sollen, wurden am Dienstag die Frau und die drei erwachsenen Töchter von einem der beiden Männer festgenommen. Bei dem Ex-Manager handelt es sich um den ehemaligen Finanzchef der Siemens-Landesgesellschaft in Griechenland, Christos Karavelas. Er war vergangene Woche trotz einer Vorladung nicht vor dem Staatsanwalt in Athen erschienen. Daraufhin wurde ein internationaler Haftbefehl gegen ihn ausgestellt. Zuvor war bereits der frühere Siemens-Landeschef in Griechenland, Michael Christoforakos, untergetaucht. dpa

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