Wirtschaft : NACHRICHTEN

Hunderttausende Stellen

in der Metallindustrie in Gefahr

Berlin - Liquiditätsprobleme der deutschen Metallindustrie gefährden nach Einschätzung der Gewerkschaft IG Metall Hunderttausende Arbeitsplätze. Einer Erhebung der Gewerkschaft zufolge sei bei Unternehmen mit zusammen 212 000 Mitarbeitern die Liquiditätslage „bedrohlich“, berichtete die „Frankfurter Rundschau“. Diese Arbeitsplätze seien demnach „akut“ in Gefahr. Grundlage der Angaben sei eine Befragung von Unternehmensbeauftragten der Gewerkschaft, die für 129 Konzerne mit insgesamt 1,5 Millionen Beschäftigten zuständig seien. 87 Prozent der Konzerne hätten mittlerweile Kurzarbeit eingeführt. Vor allem dank dieses Instruments sei es bislang gelungen, eine „beschäftigungspolitische Katastrophe“ zu verhindern, sagte der stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel der Zeitung. rtr

Sonderermittler Baum rechnet

mit neuen Spitzelaffären

Hamburg - Der Datenschutz-Sonderermittler Gerhart Baum rechnet mit weiteren Spitzelskandalen bei deutschen Konzernen. Die Deutsche Telekom und die Deutsche Bahn seien nur die „Spitze des Eisbergs“ gewesen, sagte der ehemalige Bundesinnenminister dem „Spiegel“. Er vermute, „dass die dort kultivierte Spitzelmentalität auch in anderen Unternehmen um sich gegriffen“ habe. Die deutschen Unternehmen sollten „dringend ihre eigenen Sicherheitsabteilungen genauestens unter die Lupe nehmen“. Zugleich forderte er ein Gesetz zum Schutz der Daten von Arbeitnehmern. AFP

Island zahlt Schulden

an Briten und Niederländer zurück

Reykjavik - Islands Regierung hat sich mit Großbritannien und den Niederlanden über die Rückzahlung hoher Schulden aus dem Banken-Zusammenbruch geeinigt. Wie am Wochenende in Reykjavik, London und Den Haag mitgeteilt wurde, müssen die Isländer in den kommenden 15 Jahren 3,6 Milliarden Euro in die britische und die niederländische Staatskasse überweisen. Die Summe entspricht fast drei Viertel eines Jahreshaushaltes der Isländer. Die Regierungen in London und Den Haag hatten die Einlagen von mehr als 300 000 heimischer Kunden bei Icesave, einer Tochter von Islands zweitgrößter Bank Landsbanki, zunächst aus eigenen Mitteln zurückerstattet. Landsbanki war im Herbst zusammen mit den beiden führenden isländischen Geldinstituten zusammengebrochen. dpa

Russland verhandelt

mit Weltbank über Kredite

Moskau - Russland verhandelt wegen Budgetproblemen erstmals seit gut zehn Jahren wieder über einen Milliardenkredit mit der Weltbank. Russlands Finanzbedarf könne 2010 bei bis zu zehn Milliarden Dollar (etwa sieben Milliarden Euro) liegen, sagte der Leiter der russischen Weltbank-Niederlassung, Klaus Roland, der Staatsagentur RIA Nowosti. Es sei noch zu klären, welchen Anteil die Weltbank zur Verfügung stellen könne. Es könnten direkte Darlehen oder Garantien sein, sagte er. dpa

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