Wirtschaft : NACHRICHTEN

Türkisch-Deutsche IHK neu in Berlin

Berlin - Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer hat ein Büro in Berlin eröffnet. Die Repräsentanz hat ihren Sitz im Ludwig-Erhard-Haus bei der IHK Berlin. Die Kammer soll die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen. Bei der Eröffnung am Mittwoch hoben der türkische Botschafter Ahmet Acet, Staatsministerin Maria Böhmer und Bundesarbeitsminister Olaf Scholz die stabilen wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder hervor. Gefordert wurden eine Lockerung der Visa-Politik, eine vereinfachte Anerkennung ausländischer Berufs- und Hochschulzeugnisse sowie eine Förderung der Ausbildung junger Migranten. Mittelfristig müsse die Türkei in die EU aufgenommen werden. J.O.

Siemens steckt in der Flaute fest

London - Siemens leidet weiterhin unter der Wirtschaftsflaute. Nach Angaben von Konzernchef Peter Löscher, der am Mittwoch vor Investoren in London auftrat, ist noch keine Wende in den Problemsparten des Konzerns auszumachen. An der unlängst gesenkten Jahresprognose hielt er fest: Er rechnet in den drei Kernfeldern Industrie, Energie und Medizintechnik mit einem Ergebnis über dem Vorjahresniveau von 6,6 Milliarden Euro. Der Umsatz soll doppelt so stark wachsen beziehungsweise in der aktuellen Situation nur halb so stark schrumpfen wie die Weltwirtschaft. dpa

Schweden dirigiert Vattenfall

Stockholm - Schwedens Regierung will den Energiekonzern Vattenfall zu mehr Investitionen mit erneuerbaren Energien nicht zuletzt in Deutschland zwingen. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson kündigte in der Zeitung „Dagens Nyheter“ neue Direktiven durch den Staat als Alleineigentümer an, weil die massiven Aktivitäten von Vattenfall-Töchtern im Ausland mit dem fossilen Energieträger Kohle unter Klima-Gesichtspunkten „nicht legitim“ seien. Olofsson erklärte, es werde neue Anweisungen der Regierung für „die Umstellung auf umweltfreundliche Technik, die Wertschöpfung sowie einen besseren Schutz von Vattenfall als Markenname“ geben. dpa

RWE: Stromtankstellen im Parkhaus

Essen/Berlin - Der Essener Energiekonzern RWE will Stromladestationen für Elektroautos im öffentlichen Parkraum errichten. Deshalb wurde eine Kooperation mit der Apcoa Autoparking GmbH geschlossen. Zunächst entstehen nun RWE-Ladestationen in 20 Parkgaragen in Berlin in zentralen Einkaufslagen. In einem weiteren Schritt soll die Ladeinfrastruktur auch in Parkhäusern in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München aufgebaut werden. ddp

Finanzierung von Merckle sicher

Ulm/Mannheim - Die Finanzierung der angeschlagenen Merckle-Gruppe ist gesichert. Die Gläubigerbanken der VEM Vermögensverwaltung haben am Dienstag ein Stillhalteabkommen bis Ende 2010 verlängert. Zugleich wurde der laufende Überbrückungskredit in einen längerfristigen Kredit umgewandelt.Jetzt soll der Verkauf von Ratiopharm vorangetrieben werden. dpa

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