Wirtschaft : NACHRICHTEN

Zulassungsfrist für Abwrack-Autos

Berlin - Mit Hilfe der Abwrackprämie gekaufte Autos müssen bis Mitte 2010 zugelassen werden. Wer die Prämie von 2500 Euro beantragt, erhält ab sofort eine neunmonatige Reservierungsfrist, innerhalb der das Altauto verschrottet und der Neuwagen zugelassen werden muss, wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitteilte. Längstens gelte die Reservierung bis 30. Juni 2010. Beantragt werden kann sie noch bis Jahresende. Für den Kauf von Jahreswagen dürfen zwischen Erstzulassung und Zulassung auf den neuen Käufer maximal 14 Monate liegen. rtr

4,5 Millionen Arbeitslose erwartet

Berlin - Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet ab Herbst 2009 mit einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit, so dass am Jahresende die Marke von vier Millionen überschritten wird. Bisher hätten viele Arbeitgeber Entlassungen vermieden und etwa auf Kurzarbeit gesetzt. „Das werden sie nur bis zum Herbst durchhalten können“, sagte IAB-Expertin Sabine Klinger. Im Mai waren 3,46 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Für 2009 rechnet das IAB mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahl um 430 000 auf 3,7 Millionen. Für 2010 gehen die Forscher davon aus, dass sich die Arbeitslosenzahl um 760 000 auf 4,5 Millionen erhöhen wird. rtr/AP

Fertighausbauer Kampa am Ende

Minden - Für den insolventen Fertighaushersteller Kampa gibt es keine Zukunft mehr. Nach ergebnislosen Gesprächen mit möglichen Investoren werde nun die Entlassung der Mitarbeiter unverzüglich eingeleitet, teilte der Heidelberger Insolvenzverwalter Werner Schreiber am Mittwoch mit. Zuletzt hatte das Unternehmen aus Minden 750 Menschen beschäftigt. dpa

76 Gewerkschafter weltweit getötet

Brüssel - Im vergangenen Jahr sind weltweit 76 Gewerkschafter wegen ihres Engagements getötet worden. Wie der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) am Mittwoch in seinem in Brüssel veröffentlichten Bericht mitteilte, waren dies 15 weniger als im Vorjahr. In Kolumbien, dem weltweit gefährlichsten Land für Gewerkschafter, sei die Zahl der Morde jedoch um zehn auf 49 gestiegen. In Guatemala seien neun Gewerkschafter getötet worden, vier auf den Philippinen, drei in Honduras und zwei in Nepal. „In viele Fälle sind die Regierungen direkt oder indirekt verwickelt“, erklärte der IGB, dessen Bericht 143 Länder erfasst. AFP

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