Wirtschaft : NACHRICHTEN

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Auf grünem Grund. VDA-Präsident Wissmann zeigt das neue IAA-Plakat. Foto: dpa

Russland will US-Anleihen verkaufen

Peking/Moskau/New York - China und Russland wollen den Anteil der US-Staatsanleihen an ihren Devisenreserven reduzieren. Chinas Vize-Finanzminister Li Yong bekräftigte am Donnerstag, sein Land sei an einem „diversifizierten“ internationalen Währungssystem interessiert, das sich auch auf Euro, Pfund und asiatische Währungen stütze. Russland will seine Bestände an US-Anleihen schrittweise abbauen, wie der stellvertretende Zentralbankchef Alexej Uljukajew sagte. Die Regierung werde Einlagen bei Geschäftsbanken erhöhen und Papiere des Internationalen Währungsfonds kaufen. Russland und China dringen schon seit längerem auf eine Ablösung des US-Dollars als Leitwährung. rtr

BASF setzt auf Genkartoffel

Frankfurt am Main - BASF setzt nach einer positiven Stellungnahme der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf eine rasche Zulassung seiner Genkartoffel Amflora in Europa. Die EFSA war erneut zu der Einschätzung gelangt, schädliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt durch die Kartoffel seien unwahrscheinlich. Das Zulassungsverfahren für Amflora dauert bereits mehr als zwölf Jahre. Die Genkartoffel hat einen besonders hohen Stärkegehalt und soll für die Papier-, Garn- und Klebstoffindustrie angebaut werden. rtr

Wabco will 300 Leute entlassen

Hannover - Der Nutzfahrzeugzulieferer Wabco will angesichts der schweren Branchenkrise 300 Beschäftigte an den Standorten in Hannover und Gronau entlassen. Die Aufträge hätten sich binnen Jahresfrist um 60 Prozent reduziert, begründete Geschäftsführer Jürgen Heller die Pläne. Wabco hatte seit vergangenem Herbst 600 Arbeitsplätze abgebaut, derzeit beschäftigt das Unternehmen 2400 Mitarbeiter. Die IG Metall kündigte heftigen Widerstand gegen die geplanten betriebsbedingten Kündigungen an. dpa

EU gewährt Güterzügen Vorfahrt

Luxemburg - Die EU richtet neun grenzüberschreitende Trassen für Güterzüge ein. Damit solle mehr Verkehr auf die Schiene kommen, beschlossen die EU-Verkehrsminister. Auf bestimmten Strecken sollen Güterzüge Vorfahrt vor Personenzügen haben. Deutschland erhielt Zusagen, dass der Personenverkehr nicht benachteiligt werde. „Güterzüge sollen wichtiger werden – aber ohne dass der Personenverkehr leidet“, sagte Verkehrskommissar Antonio Tajani. Drei der Korridore laufen durch Deutschland: Rotterdam-Duisburg-Genua, Stockholm-Hamburg-Palermo und Bremerhaven-Rotterdam-Berlin. Die Bahn hatte vor erheblichen Nachteilen für Personenzüge durch die neuen Regeln gewarnt. Mit dem Kompromiss könne der Verkehr jetzt aber optimal organisiert werden, sagte Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup. dpa

Autoverband: „Grün verkauft sich“

Berlin - Bei der Präsentation des Plakatmotivs für die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA), die vom 17. bis 27. September in Frankfurt am Main stattfindet, hat Matthias Wissmann die Bedeutung umweltfreundlicher Technologie für die Automärkte der Zukunft betont. „Grün verkauft sich,“ sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) am Donnerstag. Die Themen Effizienz sowie Verbrauchs- und Emissionsminimierung spielten aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen eine immer größere Rolle. 2008 habe die deutsche Autoindustrie 18,9 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert, einen Großteil davon in Umwelttechnologien. Die IAA, auf der 700 Aussteller (davon 60 Autobauer) vertreten sein werden, komme zum richtigen Zeitpunkt, sagte Wissmann. Mit den vorgestellten Innovationen werde sie das „Licht am Ende des Tunnels“ sein. J.O.

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