Wirtschaft : NACHRICHTEN

Chinesen dürfen Opel-Bücher prüfen

Frankfurt am Main - Der Autozulieferer Magna bekommt möglicherweise doch noch Konkurrenz bei der Übernahme von Opel. Der staatliche chinesische Autohersteller Beijing Automotive Industry Corp. habe die Erlaubnis zur Prüfung der Bücher erhalten, berichtete unter anderem das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Kreise der bisherigen Opel-Mutter General Motors. Das Unternehmen aus Peking wolle schon in den kommenden Tagen damit beginnen. Der nächste Schritt wäre eine verbindliche Offerte an die mit dem Verkauf beauftragte Bank Dresdner Kleinwort. dpa

Ermittlungen gegen Conergy-Chef Hamburg - Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen den amtierenden Vorstandschef des Solarunternehmens Conergy, Dieter Ammer. Das räumte der Ammer am Donnerstag in einer Mail an die Mitarbeiter ein, die der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX vorliegt. Darin wies er die Vorwürfe gegen sich zurück. Die Staatsanwaltschaft hatte bekanntgegeben, gegen elf „Verantwortliche eines börsennotierten Unternehmens“ wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung, Kursmanipulationen und Insiderhandel zu ermitteln. dpa

Krise dämpft globalen Energiehunger

Berlin - Der konjunkturelle Abschwung hat die Nachfrage nach primären Energieträgern spürbar gedämpft. Der Verbrauch stieg im vergangenen Jahr nur noch um 1,4 Prozent, so wenig wie seit 2001 nicht mehr. Das geht aus dem jährlichen Bericht des Energiekonzerns BP hervor, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. China war dabei für fast ein Drittel des Anstieges verantwortlich, in der EU sank der Verbrauch dagegen um 0,5 Prozent. Erstmals verbrauchten die Schwellenländer außerhalb der OECD dabei mehr Energie als die Industrieländer. Weltweit ging der Verbrauch von Öl erstmals seit 1993 zurück, auch wurde weniger Strom aus Atomkraft gewonnen. Gas, Kohle und erneuerbare Energien wurden mehr genutzt. kph

Ausfallquote bei Krediten steigt

Frankfurt am Main - Die deutschen Banken müssen vermutlich viel Geld wegen ausgefallener Kredite abschreiben. Der Gipfel dürfte im nächsten Frühjahr erreicht sein. „Im ersten oder zweiten Quartal 2010 rechnen wir bei den Insolvenzen mit einen Höchststand“, sagte Stefan Best, Bankenexperte bei der Ratingagentur Standard & Poor’s. Die Lage werde sich „deutlich verschärfen“. S&P geht für die Jahre 2009 bis 2011 von Wertberichtigungen von mindestens 100 Milliarden Euro aus. HB

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben