Wirtschaft : NACHRICHTEN

Lehman-Kunde wird entschädigt

Hamburg - Die Hamburger Sparkasse (Haspa) muss einem Anleger wegen fehlerhafter Beratung beim Verkauf von Anleihen der zusammengebrochenen Lehman-Bank Schadenersatz zahlen. Die Sparkasse habe ihre Pflicht der anlagegerechten Beratung schuldhaft verletzt, stellte das Landgericht Hamburg am Dienstag in seinem Urteil fest. Die Haspa muss dem Kläger, einem pensionierten Lehrer, den Schaden von gut 10 000 Euro einschließlich Zinsen erstatten. Weil die Haspa in größerem Umfang Lehman-Zertifikate erworben habe und „nur gegen einen Abschlag an Lehman Brothers hätte zurückgeben dürfen, bestand für sie ein besonderer Anreiz zur Empfehlung gerade dieses Produkts“, erklärte der Richter. Die Haspa kündigte umgehend Berufung an (Az: 310 O 4/09). rtr

Finanzkrise kostet Billionen

Brüssel - Die Finanz- und Wirtschaftskrise kann im schlimmsten Fall die Haushalte der 27 EU-Staaten nach Brüsseler Schätzungen mit insgesamt bis zu 1,8 Billionen Euro belasten. Das entspreche 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Die Behörde korrigierte damit eine eigene Prognose, wonach die Kosten für Kapitalspritzen und Darlehen der Regierungen im schlimmsten Fall bis zu 16,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen könnten, nach unten. dpa

Kampf gegen Korruption kommt voran

Berlin - Deutschland ist einer Studie der Antikorruptionsorganisation Transparency International zufolge führend bei der Verfolgung von Auslandsbestechung. Deutschland, Norwegen, die Schweiz und die USA sind demnach die einzigen Länder weltweit, in denen eine aktive Verfolgung stattfinde. In Deutschland habe sich „in Sachen Korruptionsverfolgung einiges getan“, erklärte TI- Vorstandsmitglied Sebastian Wolf. Die gute Position im internationalen Vergleich weise aber auf die großen Defizite in den anderen Ländern hin. AFP

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