Wirtschaft : NACHRICHTEN

Bahn will Milliarden sparen

Berlin - Die Bahn will in den nächsten fünf Jahren angesichts der Krise die Kosten um insgesamt zwei Milliarden Euro drücken. Das beschloss der Aufsichtsrat am Mittwoch. Damit reagiert das Unternehmen auf die vor allem im Transportbereich „sehr angespannte Lage“, wie es in Konzernkreisen hieß. Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung sehe man nicht. Das Sparprogramm namens „React 09“ umfasst 13 Einzelpunkte, es soll für mehr Effizienz sorgen. Die Bahn hatte erklärt, mit den Gewerkschaften über eine Senkung der Personalkosten sprechen zu wollen. Transnet und GDBA lehnen dies ab, wollen aber verhandeln. brö

2010 fast zwölf Prozent Arbeitslose

Berlin/Paris - Trotz einer Konjunkturwende droht Deutschland laut OECD 2010 ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf mehr als fünf Millionen und damit nahezu zwölf Prozent. Die Wirtschaftsleistung werde nach einem Konjunktureinbruch um 6,1 Prozent in diesem Jahr 2010 um 0,3 Prozent zulegen, sagte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am Mittwoch voraus. Für die Weltwirtschaft sind die Perspektiven laut OECD ebenfalls eher verhalten, auch wenn die Talsohle nun erreicht sei. Die Weltwirtschaft werde 2010 fast doppelt so schnell wachsen wie bislang angenommen. rtr

Gasprom senkt Gaspreise für Europa

Moskau - Der russische Gasmonopolist Gasprom will den Lieferpreis für die Energieversorger in Europa deutlich senken. Im Vergleich zum Vorjahr werde der Durchschnittspreis für 1000 Kubikmeter von 400 auf aktuell 280 US-Dollar (200 Euro) zurückgehen, kündigte Vizevorstandschef Alexander Medwedew am Mittwoch an. Demnach werde der Gesamterlös aus dem Gasgeschäft 2009 voraussichtlich von 65 Milliarden im Rekordjahr 2008 auf etwa 40 Milliarden Dollar schrumpfen. dpa

Fed: Zeichen für Konjunkturerholung

Washington - Die US-Notenbank macht vorsichtige Hoffnung auf ein Ende der Rezession. Die Talfahrt der Wirtschaft habe sich weiter verlangsamt, von den Finanzmärkten und den Immobilienmärkten gebe es Zeichen der Stabilisierung und Erholung, hieß es in einer Erklärung der Federal Reserve am Mittwoch. Zugleich warnte die Fed, der konjunkturelle Abschwung habe sich seit April zwar abgeschwächt, für die kommende Zeit sei aber nach wie vor mit einer schwachen Konjunktur zu rechnen. Der Offenmarktausschuss der Notenbank verkündete, dass der US-Leitzins unverändert auf seinem historischen Tiefstand bleibt. dpa

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