Wirtschaft : NACHRICHTEN

Berliner Einzelhandel einigt sich schnell auf neuen Tarifvertrag

Berlin - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Handelsverband Berlin-Brandenburg haben eine Tarifeinigung für die rund 169 000 Beschäftigten erzielt. Demnach steigen die Gehälter und Löhne ab 1. November um zwei Prozent. Ein Jahr später gibt es eine weitere Erhöhung von 1,5 Prozent, teilte Verdi am Montag in Berlin mit. Zusätzlich gibt es 2010 eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro. Die Verdi-Verhandlungsführerin Erika Ritter bewertete das Ergebnis als Erfolg, da sie trotz Krise Reallohnerhöhungen durchgesetzt habe. Tsp

Deutsche Bank gibt Bespitzelung von Aufsichtsrat zu

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank hat einen Gewerkschaftsvertreter in ihrem Aufsichtsrat bespitzelt. Das Institut räumte am Montag ein, 2001 ihr damaliges Aufsichtsratsmitglied Gerald Herrmann überprüft zu haben. Der Betroffene sei über den Vorgang informiert worden und die Bank habe sich bei ihm entschuldigt, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank am Montag. Hintergrund der Aktion sei gewesen, dass Herrmann im Verdacht gestanden habe, Quartalszahlen der Bank vor der offiziellen Veröffentlichung an die Presse weitergegeben zu haben. Herrmann sei mitgeteilt worden, dass die damalige Aktion keine Hinweise erbracht habe, dass er die Quelle der Indiskretion gewesen sei. dpa

IWF-Chef: Keine Erholung ohne saubere Bilanzen

Genf - Die Weltwirtschaft wird sich nach Einschätzung von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn erst dann von der Krise erholen, wenn die Banken ihre Bilanzen bereinigt haben. Bis jetzt sei dieser Prozess nicht abgeschlossen, warnte der Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Montag bei einer Freihandelskonferenz in Genf. Je nachdem wie schnell die Banken die faulen Wertpapiere aus ihren Bilanzen entfernten, werde die Erholung früher oder später einsetzen. Staatliche Auflagen, wonach die Geldinstitute ihr Kapital im Land lassen müssten, kritisierte Strauss-Kahn als protektionistisch. AFP

Billiger sitzen: Ryanair will Hocker in Flugzeuge einbauen

London/Dublin - Nach Klo-Gebühren und Dicken-Steuer bringt sich Billigflieger Ryanair mit einem neuen Vorschlag in die Schlagzeilen: Die irische Fluglinie erwägt, neben Sitzen nun auch Hocker in die Maschinen einzubauen. Durch diese Quasi-„Stehplätze“ sollen mehr Passagiere ins Flugzeug passen. Ryanair-Chef Michael O’Leary sei bereits mit dem Flugzeugbauer Boeing im Gespräch, ob der Plan durchführbar sei, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. „Wenn das die Preise drücken kann, machen wir es.“ Eine Genehmigung der irischen Luftfahrt-Aufsicht ist jedoch notwendig. dpa

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