Wirtschaft : NACHRICHTEN

Weniger Fusionen angemeldet

Bonn - Die Zahl der beim Bundeskartellamt angemeldeten Fusionen ist im vergangenen Jahr im Zuge der Wirtschaftskrise deutlich zurückgegangen. 2008 habe es 1675 Verfahren gegeben nach 2242 im Jahr zuvor, sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Bernhard Heitzer, am Dienstag in Bonn. Die Wettbewerbshüter rechneten damit, dass die Zahl der anzumeldenden Verfahren weiter zurückgehe. Neben den Auswirkungen durch die Krise liege dies auch an der geänderten Gesetzeslage. Demnach müssen insbesondere im Ausland realisierte Fusionen, die sich nur geringfügig auf den deutschen Markt auswirken, nicht mehr beim Bundeskartellamt angemeldet werden. rtr

Kartellamt gegen Fix-Milchpreis

Bonn - Das Bundeskartellamt lehnt einheitliche flächendeckende Milchpreise in Deutschland ab. Er halte eine solche Forderung für nicht gut, sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Bernhard Heitzer. Sollte es zu einer Absprache kommen, „werden wir angemessen reagieren“. Heitzer kündigte für einen solchen Fall Untersuchungsverfahren an, die auch zu Bußgeldbescheiden führen könnten. In Frankreich hatten sich Landwirte und Industrie vor rund vier Wochen im sogenannten Milchpreis-Kompromiss darauf geeinigt, dass die Milchbauern landesweit im Durchschnitt 28 Cent je Liter Milch von den Molkereien erhalten. dpa

Durststrecke für Schiffbau-Zulieferer Hamburg - Die Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie rechnet in den Jahren 2010 und 2011 mit einer „harten Durststrecke“. Die Branche müsse sich dafür „mit allen unternehmerischen Maßnahmen“ rüsten, kündigte der Vorstandschef der VDMA Schiffbau- und Offshore- Zulieferindustrie, Alexander Nürnberg, am Dienstag in Hamburg an. „Wir werden die Produktionskosten senken, den Technologievorsprung ausbauen und das Serviceangebot weiterentwickeln.“ Langfristig blicke die Branche allerdings optimistisch in die Zukunft. Im vergangenen Jahr erzielten die Zulieferer einen Umsatz von 12,9 Milliarden Euro – ein Plus von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. dpa

Millionenbetrug in Solarbranche Frankfurt am Main - Ein Bauunternehmer aus dem Rhein-Main-Gebiet soll gemeinsam mit anderen Tätern Solarfirmen und Lieferanten von Baumaschinen aus ganz Deutschland im großen Stil betrogen haben. Der Schaden betrage über fünf Millionen Euro, teilte die Staatsanwaltschaft in Frankfurt mit. Sie hat Anklage gegen die acht mutmaßlichen Haupttäter erhoben. Die insgesamt etwa 20-köpfige Bande soll unter anderem renommierte Firmen aufgekauft und in deren Namen Maschinen bestellt haben, die an Scheinadressen geliefert wurden. Die Maschinen wurden nicht bezahlt und unter anderem nach Serbien gebracht. Laut Staatsanwaltschaft hat der Millionenbetrug Teile der Solarbranche in eine schwere Krise gestürzt. dpa

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