Wirtschaft : NACHRICHTEN

Audi verkauft im Juni mehr Autos

München - Dank der Abwrackprämie in Deutschland und guter Geschäfte in China hat Audi im Juni seinen Absatz leicht gesteigert. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge stieg auf rund 91 200, das sind 1,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie die VW-Tochter am Mittwoch mitteilte. Bei Konkurrenten wie BMW oder Daimler hatte sich der Abwärtstrend im vergangenen Monat verlangsamt. Bei Audi sackte der Absatz in den ersten sechs Monaten um 9,7 Prozent auf rund 466 000 Autos ab. Für das Gesamtjahr 2009 bekräftigte Vertriebschef Peter Schwarzenbauer die Prognose, wonach Audi etwa 900 000 Fahrzeuge verkaufen will. rtr

Vodafone einigt sich mit Telekom

Düsseldorf/München - Der Telekommunikationsanbieter Vodafone wird künftig die superschnellen VDSL-Leitung der Deutschen Telekom mieten, um seinen Kunden diese Datenautobahn zur Verfügung stellen zu können. „Wir haben den Vertrag unterzeichnet“, sagte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen am Mittwoch in Düsseldorf. Vodafone will aber auch das eigene Netz mit Glasfaser aufrüsten und braucht dafür den Zugang zu den Kabelkästen der Telekom. Die Verhandlungen darüber laufen bereits seit einem Jahr. rtr

Luxemburg auf „weißer Liste“

Luxemburg - Luxemburg wird nach Regierungsangaben von der „grauen Liste“ der OECD als nicht kooperatives Land im Kampf gegen Steuerflucht gestrichen. Haushaltsminister Luc Frieden sagte am Mittwoch, noch am Nachmittag werde sein Land auf die „weiße Liste“ der kooperativen Staaten gesetzt. Auf der Liste der OECD stehen Staaten, die sich zu mehr Transparenz im Kampf gegen Steuerbetrug verpflichten, entsprechende internationale Vereinbarungen bislang aber nicht unterzeichnet haben. rtr

Zahl der Firmenpleiten steigt weiter Wiesbaden/Berlin - Die Wirtschaftskrise hat die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland weiter in die Höhe getrieben. Im April meldeten 2979 Unternehmen bei den Amtsgerichten Insolvenz an, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das ist eine Zunahme von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Aus Sicht von Experten dürfte sich diese Entwicklung noch verschärfen. „Die eigentliche Insolvenzwelle kommt erst noch“, teilte der Verband der Insolvenzverwalter Deutschlands mit.dpa

Chemie-Industrie erwartet Wende

Frankfurt am Main - Die chemische Industrie in Deutschland sieht sich nach dem Konjunktureinbruch an einem Wendepunkt angekommen. „Wenn wir den Blick nach vorne richten, können wir einen Lichtschimmer am Horizont ausmachen“, sagte der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Ulrich Lehner. Im ersten Halbjahr brach der Umsatz im Sog der weltweiten Wirtschaftskrise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings um 16,5 Prozent auf 69,7 Milliarden Euro ein. Die Produktion nahm um 15,5 Prozent ab. dpa

Aufsicht prüft Apple

New York - Die US-Börsenaufsicht SEC prüft angeblich die Informationspolitik von Apple zur Gesundheit von Konzernchef Steve Jobs, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen. Jobs gilt als Schlüsselfigur für die Erfolge des Unternehmens. Deswegen argumentierten einige Anleger und Experten, Apple müsse Investoren ausführlich über seine Gesundheit informieren. Jobs war Ende Juni nach einer Lebertransplantation wie angekündigt ins Tagesgeschäft zurückgekehrt. Allerdings lief das Geschäft von Apple in den vergangenen Monaten auch ohne Jobs stark.dpa

Boehringer zapft Kapitalmarkt an

Düsseldorf - Mit der Platzierung eines Schuldscheindarlehens über 900 Millionen Euro hat sich das Familienunternehmen Boehringer Ingelheim erstmals dem Kapitalmarkt angenähert. Der zweitgrößte Pharmahersteller Deutschlands zielt mit dem Manöver nach eigenen Angaben auf eine Diversifizierung seiner Finanzierungsquellen. Akuter Finanzbedarf ist bei dem hochprofitablen Pharmakonzern nicht zu erkennen. Bei Branchenbeobachtern nährte die Transaktion Spekulationen, der Pharmahersteller sichere sich Spielraum für Akquisitionen. HB

Verdi kritisiert MyParfuem

Berlin - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat dem Start-up-Unternehmen MyParfuem vorgeworfen, die schwierige Arbeitsmarktsituation von Hochschulabsolventen auszunutzen. Das Berliner Unternehmen hatte in einer Online-Jobbörse ein Volontariat und eine Trainee-Stelle angeboten, die monatliche Vergütung sollte 400 und 450 Euro betragen. Verdi nannte das Verhalten typisch, in der Berliner Werbe- und PR-Branche würden immer mehr schlecht oder gar nicht bezahlte Arbeitsplätze entstehen. MyParfuem wurde vergangenen Donnerstag beim Businessplan-Wettbewerb Berlin- Brandenburg für seine Geschäftsidee von individuell zusammenstellbaren Düften prämiert. api

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