Wirtschaft : NACHRICHTEN

US-Industrie drosselt Talfahrt

Washington - Die Rezession verliert in der US-Industrie allmählich an Schärfe. Das Verarbeitende Gewerbe drosselte die Produktion im Juni um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie die US-Notenbank mitteilte. Experten hatten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Die US-Industrie hat ihr Abwärtstempo spürbar verringert: Im zweiten Quartal sank die Produktion aufs Jahr hochgerechnet um 11,6 Prozent, zu Jahresbeginn waren es noch 19,1 Prozent. Die US-Verbraucher können sich unterdessen über fallende Lebenshaltungskosten freuen: Mit 1,4 Prozent sanken die Preise im Juni zum Vorjahr so stark wie seit fast 60 Jahren nicht mehr. Vor allem Energie verbilligte sich; Kraftstoffe kosteten über ein Drittel weniger. rtr

Verfahren gegen Middelhoff verlegt

Hamm/Bochum - Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Bochum hat das Verfahren wegen Untreue gegen den früheren Arcandor-Chef Thomas Middelhoff übernommen. Hintergrund der Übertragung sei der absehbar große Umfang des Verfahrens, sagte eine Sprecherin der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Hamm. Bislang hatte die Staatsanwaltschaft in Essen die Ermittlungen gegen den Manager geleitet. Auch das nach Anzeigen von Privatpersonen eingeleitete Verfahren wegen Insolvenzverschleppung gegen den Middelhoff-Nachfolger Karl-Gerhard Eick wurde nach Bochum übertragen.   dpa

Zahl der Beschäftigten schrumpft

Wiesbaden - In Deutschlands Industriebetrieben ist wegen der Krise immer weniger zu tun. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden im verarbeitenden Gewerbe ging im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,1 Prozent auf 590 Millionen zurück, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Die Zahl der Beschäftigten schrumpfte demnach so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr, und zwar um 2,3 Prozent auf noch 5,1 Millionen Menschen. Die Entgelte sanken um 6,3 Prozent auf 17,7 Milliarden Euro. dpa

Keine Bahn-Beteiligung in Russland

Berlin - Die Bundesregierung geht nicht von einer gegenseitigen Beteiligung der Deutschen Bahn mit der russischen Staatsbahn RZD aus. „Wir haben keine Informationen über solche Verhandlungen“, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums. Die russische Staatsbahn hatte im Zuge der Vorbereitungen des Börsengangs der Bahn wiederholt Interesse an einer Beteiligung gezeigt. In Medienberichten hatte es geheißen, beide Staatsfirmen stünden in Gesprächen über eine Überkreuzbeteiligung. rtr

Azubis können keine Minijobber sein Kassel - Auszubildende unterliegen generell der normalen Sozialversicherungspflicht. Auch bei geringer Vergütung greifen die Sondervorschriften für Minijobs und Geringverdiener nicht, wie am Mittwoch das Bundessozialgericht (BSG) urteilte (Az: B 12 KR 14/08 R). Die Klägerin hatte eine Ausbildung zur Friseurin gemacht. Sie meinte, wegen ihres Einkommens unter 400 Euro sei sie im ersten Lehrjahr Minijobberin gewesen. AFP

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