Wirtschaft : NACHRICHTEN

Industrie stabilisiert sich langsam

Berlin - Die Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung mehren sich, das Risiko eines Rückschlags bleibt aber. Dies ist das Fazit aus dem neuen Konjunkturbericht des Bundeswirtschaftsministeriums vom Freitag in Berlin. Vor allem die Abwrackprämie habe bislang geholfen, die Flaute für die Autohersteller abzumildern. Die Gesamterzeugung im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich im Mai preis- und saisonbereinigt um 3,7 Prozent. Dem Bericht zufolge belebten sich vor allem die Bestellungen in der Industrie. „Die Aussichten für die Industrieproduktion haben sich damit spürbar verbessert.“ Die Lage an den Finanzmärkten bezeichnet das Ministerium aber noch immer als „problematisch“. dpa

Lebensmittel teurer

Frankfurt am Main - Höhere Preise und mehr Verkaufstage als im Jahr zuvor haben 2008 die Umsätze der Lebensmittel-Einzelhändler und Drogerien in Deutschland steigen lassen. Die Branche habe ein Wachstum von 3,4 Prozent auf 153,1 Milliarden Euro verzeichnet, berichtete das Marktforschungsunternehmen Nielsen. Es habe 2008 aber zwei Verkaufstage mehr als 2007 gegeben. Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke seien zudem mit plus sechs Prozent überdurchschnittlich gestiegen. Die Inflationsrate lag im vergangenen Jahr bei 2,6 Prozent. dpa

Amerikaner bauen wieder

Washington - Die Lage am US-Immobilienmarkt hat sich im Juni überraschend stark verbessert. Die Zahl der Wohnbaubeginne stieg aufs Jahr hochgerechnet um 3,6 Prozent auf 582 000, wie das Handelsministerium mitteilte. Bei Einfamilienhäusern lag das Plus sogar bei 14,4 Prozent, das war der größte Anstieg seit Dezember 2004. Volkswirte hatten mit einem leichten Rückgang der Baubeginne auf 530 000 gerechnet. Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime schnellte um 8,7 Prozent nach oben. rtr

Airbus A 400M vor Entscheidung

Paris - Die Entscheidung über den Airbus-Militärtransporter A400M rückt näher: Die EU-Verteidigungsminister der A400M-Kundenstaaten kommen am 24. Juli zusammen, um über das Milliardenprojekt zu befinden. Der französische Verteidigungsminister habe dazu nach Castellet in Südfrankreich eingeladen, teilte die Pariser Regierung mit.  Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, die Türkei, Belgien und Luxemburg hatten 2003 den Entwicklungs- und Fertigungsvertrag über 20 Milliarden Euro mit dem Airbus-Mutterkonzern EADS geschlossen. Die erste A400M sollte diesen Oktober an Frankreich geliefert werden. Die Entwicklung dauert aber voraussichtlich drei Jahre länger und kostet mehrere Milliarden Euro mehr. Die Staaten haben nun das Recht auf Milliardenrückzahlungen und den Ausstieg aus dem Projekt. dpa

EU will keine Brötchen wiegen

Berlin - Die EU-Kommission hat Vorwürfe der deutschen Bäcker zurückgewiesen, Brötchen und Kuchen dürften bald nur noch nach Gewicht verkauft werden. „Das ist Unsinn. Auch künftig wird der Bäcker an der Ecke seine Brötchen für einen Stückpreis verkaufen können“, sagte ein Sprecher der Kommission am Freitag in Berlin. AFP

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