Wirtschaft : NACHRICHTEN

Siemens streicht 300 Stellen

Berlin - Siemens will 300 Stellen in der Sparte Gebäudesicherheitstechnik streichen. Es gebe erste Sondierungsgespräche mit Arbeitnehmervertretern, sagte ein Konzernsprecher in München. Die betroffene Geschäftseinheit stellt unter anderem Feuerschutzlösungen und Brandmelder her. Das Geschäft laufe extrem schlecht, sagte der Sprecher. Weltweit seien in dem Bereich 530 Mitarbeiter beschäftigt, 180 davon in der Zentrale in Karlsruhe, die nach Schweden verlegt werden soll. In Baden sollen den Plänen zufolge 120 Arbeitsplätze wegfallen, weitere 180 in anderen Ländern. In Berlin arbeiten derzeit 180 Mitarbeiter in der Fabrik für Gebäudetechnik, wobei ein Großteil davon Produkte für andere Einheiten produziert. Ob auch in Berlin Stellen abgebaut werden, sagte der Sprecher nicht. Betriebsbedingte Kündigungen hatte Konzernchef Peter Löscher für 2009 ausgeschlossen. vis

Opel: GM favorisiert Finanzinvestor

Berlin/Frankfurt am Main - Der Bieterkampf um Opel läuft auf eine Kraftprobe zwischen dem Mutterkonzern General Motors (GM) und der deutschen Politik hinaus. Nach Informationen aus Verhandlungskreisen zeichnet sich ab, dass der Konzern womöglich schon am heutigen Mittwoch auf dem Treffen zwischen Amerikanern und Opel-Taskforce in Berlin eine Empfehlung für den Finanzinvestor RHJ International geben wird. Eine endgültige Entscheidung dürfte aber noch nicht fallen. Hessens Ministerpräsident Roland Koch will GM jedoch nicht das letzte Wort überlassen. „Ob die Meinung von GM der Maßstab für die Zukunftskonzepte von Opel sein kann, wage ich zu bezweifeln“, sagte er dem „Handelsblatt“. Die deutsche Regierung hatte den austro-kanadischen Zulieferer Magna favorisiert. Daneben hatte der chinesische Hersteller BAIC ein Gebot für Opel abgegeben – ihm werden aber kaum Chancen eingeräumt. HB

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