Wirtschaft : NACHRICHTEN

GM verkauft erneut 15 Prozent weniger Autos

Detroit - Der gerade der Insolvenz entronnene US-Autobauer General Motors (GM) hat im zweiten Quartal erneut einen deutlichen Absatzeinbruch erlebt. Die Talfahrt verlangsamte sich aber zumindest etwas. Weltweit verkaufte die bisherige Opel-Mutter 1,94 Millionen Fahrzeuge und damit 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings seien im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres 20 Prozent mehr Autos abgesetzt worden, teilte GM am Mittwoch in Detroit (Michigan) mit. Der Einbruch in Europa und Nordamerika wurde durch steigende Verkaufszahlen in Asien abgebremst. Das Europa-Geschäft rund um Opel war im zweiten Quartal wie bereits bekanntgegeben um ein Fünftel zurückgegangen. dpa

Conti erhebt schwere Vorwürfe

gegen Schaeffler

Hannover/Herzogenaurach - Conti- Chef Karl-Thomas Neumann ist im Machtkampf mit Großaktionär Schaeffler in die Offensive gegangen. Er warf der Schaeffler-Führung in einem Brief vor, Vorschläge von Conti zu einem gemeinsamen Konzern zu blockieren. Eigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler und Geschäftsführer Jürgen Geißinger hätten durch ihr Verhalten „in erheblichem Maße“ den Unternehmenswert der Continental AG zerstört. Schaeffler sei offenbar nicht bereit, die zur Klärung der offenen Probleme notwendigen Schritte anzugehen. Aufsichtsratskreisen zufolge will Neumann bis Ende dieser Woche Klarheit darüber haben, welche Pläne Schaeffler verfolge. dpa

EU will mehr Wettbewerb

beim Auto-Service

Brüssel - Die EU-Kommission will für mehr Wettbewerb beim Service rund ums Auto sorgen. Die Behörde machte am Mittwoch in Brüssel einen ersten Vorschlag zur Reform des europäischen Autovertriebs – der sogenannten Gruppenfreistellungsverordnung (GVO). Die GVO gibt Voraussetzungen vor, unter denen Ausnahmen vom Kartellverbot möglich sind. So können beispielsweise Autohändler und -hersteller Vereinbarungen treffen. Die geltende Regelung läuft im Mai 2010 aus. Die Brüsseler Behörde rückt nun den Kundendienst und die Instandhaltung in den Vordergrund und fordert hier eine neue GVO oder zumindest sektorspezifische Leitlinien, um den Wettbewerb zu verschärfen. dpa

Brüssel genehmigt Beihilfen

für Danzig-Werft

Brüssel - Historisches „Ja“ in Brüssel: Die Europäische Kommission hat die 251 Millionen Euro schweren Beihilfen für die legendäre Werft im polnischen Gdansk (Danzig) genehmigt. Das Unternehmen habe vor kurzem einen Umstrukturierungsplan vorgelegt, der seine Rentabilität gewährleiste, teilte die Behörde am Mittwoch in Brüssel mit. Dafür müssen zwei von drei Hellingen (Konstruktionsbühnen) geschlossen werden. dpa

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