Wirtschaft : NACHRICHTEN

Opel-Treuhand streitet über Investor

Berlin - Die von Bund und Ländern bestellten Vertreter der Opel-Treuhand bevorzugen andere Lösungen als die von der Politik favorisierte Übernahme des Autobauers durch den Zulieferer Magna. In einer ersten Sondierungsrunde mit GM-Managern am Dienstag im Kanzleramt hat Ex-Conti-Chef Manfred Wennemer als Vertreter des Bundes nach Informationen des „Handelsblatts“ dafür plädiert, Opel in eine Planinsolvenz zu entlassen und danach mit staatlicher Hilfe einen Neuanfang zu versuchen. Dagegen sprach sich der FDP-Politiker Dirk Pfeil als Vertreter der vier Länder mit Opel- Standorten dafür aus, den Autobauer an den auch von GM bevorzugten Finanzinvestor RHJ zu verkaufen. gof (HB)

HRE-Anleger können hoffen

München - Ein kleiner Teil der Hypo- Real-Estate-Aktionäre kann auf Schadenersatz wegen Falschinformationen hoffen. Das Landgericht München räumte Klägern, die zwischen 27. November 2007 und 15. Januar 2008 Aktien der Bank gekauft hatten, „eine gewisse Erfolgschance“ ein. Außerhalb dieses Zeitfensters gebe es dagegen kaum Aussicht, sagte der Vorsitzende Richter Mathias Ruderisch beim Prozessauftakt am Donnerstag. Das Urteil soll im Oktober verkündet werden. In dem Sammelverfahren verklagen die Allianz, eine Pensionskasse sowie 13 Kleinaktionäre die HRE auf 3,6 Millionen Euro Schadenersatz, weil die Bank zu spät über absehbare Belastungen informiert habe. AP

Siemens verliert BenQ-Prozess

Erfurt - Das Bundesarbeitsgericht hat Siemens beim Verkauf seiner Handy- Sparte an BenQ Mobile Fehler attestiert. Es habe seine Mitarbeiter nicht ausreichend informiert und müsse jetzt einen Teil von ihnen weiterbeschäftigten, urteilten die Richter am Donnerstag. Fünf frühere Siemens-Mitarbeiter konnten damit ihre Ansprüche durchsetzen (8 AZR 538/08). Mehr als 40 Klagen sind noch anhängig. Im schriftlichen Urteil wird vom Gericht eine weitere Klarstellung zur Unterrichtungspflicht von Unternehmen bei Betriebsübergängen erwartet. Siemens hatte 2005 seine Handysparte an BenQ Mobile verkauft. Wenig später meldete die Firma Insolvenz an. dpa

Spickzettel für Geldanlagen

Berlin - Verbraucher sollen beim Kauf von Finanzprodukten künftig klarere Informationen bekommen. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) stellte am Donnerstag ein Produktinformationsblatt vor. Damit sollen Bankkunden verschiedene Finanzprodukte besser vergleichen können. Darin enthalten sind Kriterien wie Risiken, Rendite, Kosten oder Verfügbarkeit. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen kritisierte, dass das Informationsblatt für Banken nicht verpflichtend ist. bho

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