Wirtschaft : NACHRICHTEN

Bierkonsum erneut eingebrochen

Meschede/Berlin - Nach Schätzungen von Branchenexperten ist der Bierkonsum im ersten Halbjahr 2009 um mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Ein Minus in dieser Größenordnung habe die Branche noch nie erlebt, sagt der Vizepräsident des Deutschen Brauer-Bundes, Michael Weiß. Als Gründe für den Rückgang vermuten die Brauer das schlechte Wetter und das Rauchverbot. Der Pro- Kopf-Verbrauch tendiert momentan gegen 100 Liter, im vergangenen Jahr waren es noch 111,1 Liter. Weiß geht davon aus, dass der Biermarkt in den kommenden Jahren durchschnittlich um zwei Prozent schrumpft. dpa

Abwrackprämie fast ausgeschöpft Eschborn - Der Fördertopf für die Abwrackprämie ist ein halbes Jahr nach der Einführung zu mehr als 80 Prozent ausgeschöpft. Bislang seien rund 1,67 Millionen von insgesamt zwei Millionen möglichen Anträgen eingereicht worden, sagte ein Sprecher des für die Vergabe der Prämie zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) am Montag im hessischen Eschborn. Dies entspreche 83 Prozent der vorhandenen Fördermittel. Knapp 335 000 Autokäufer können sich demnach den Bonus von 2500 Euro beim Kauf eines Neuwagens für die Verschrottung ihres Altautos noch sichern. AFP

Krise halbiert Wachstum in Afrika

Johannesburg - Die weltweite Wirtschaftskrise hat laut OECD auch Afrika fest im Griff. Das Wirtschaftswachstum werde sich in diesem Jahr auf etwa 2,8 Prozent halbieren, prognostizierte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in einem am Montag vorgelegten Bericht. Als Gründe für den Rückgang wurden der Einbruch bei den Rohstoffpreisen und der Rückgang der Finanzhilfen genannt. Für 2010 erwartet die OECD, dass das Wachstum wieder auf 4,5 Prozent anzieht. Afrika sei dank der Reformen der letzten Jahre jetzt besser in der Lage, die Krise zu überstehen, als vor einem Jahrzehnt. AP

Opel-Betriebsrat droht mit Blockade

Frankfurt am Main - Die Opel-Beschäftigten drohen, keinen Beitrag zur Stützung des Unternehmens zu leisten, wenn sie nicht in die Entscheidung über den Verkauf und die weitere Entwicklung eingebunden werden. In einem dreiseitigen Papier, dass am Montag vorgestellt wurde, beklagten der Gesamtbetriebsrat und die IG Metall, dass bislang von den Beschäftigten nur Zugeständnisse verlangt wurden. Nicht einmal die Konzepte der potenziellen Investoren seien der Arbeitnehmervertretung offiziell vorgelegt worden. Beim möglichen Verkauf von Opel fordern die Betriebsräte ein Vetorecht. Auch müsse ein Rückkaufsrecht für General Motors ausgeschlossen werden. Werksschließungen und Kündigungen wurden ebenfalls abgelehnt. ro

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