Wirtschaft : NACHRICHTEN

Kissing wird neuer IBB-Chef

Berlin - Neuer Vorstandschef der Investitionsbank Berlin (IBB) soll Ulrich Kissing (52) werden. Der ehemalige Manager der Deutschen Bank wird nach Informationen des Tagesspiegels am heutigen Mittwoch vom Verwaltungsrat der landeseigenen Förderbank zum Nachfolger Dieter Puchtas bestellt, der Ende August ausscheidet. Dies wurde am Dienstag aus Kreisen der IBB bestätigt. Bereits im Mai hatte Birgit Roos den IBB-Vorstand verlassen und war durch Frank Schneider ersetzt worden, bis dahin Chef der HSH Invest in Luxemburg. Der designierte Vorstandschef der Investitionsbank Berlin, Kissing, ist Spezialist für Kreditrisiken und hat 23 Jahre in unterschiedlichen Positionen bei der Deutschen Bank gearbeitet. Er gilt als qualifizierte Besetzung. Im Gespräch für den Posten war auch Jacqueline Tag aus dem Vorstand der Investitionsbank des Landes Brandenburg. za

Hapag-Lloyd kriegt 330 Millionen EuroHamburg/Hannover - Die finanziell angeschlagene Containerreederei Hapag-Lloyd erhält von einigen ihrer Eigentümer kurzfristig 330 Millionen Euro. Das ist das Ergebnis zweitägiger Verhandlungen. Der Transportunternehmer Klaus-Michael Kühne, die Warburg-Bank und die Versicherung Hanse-Merkur beteiligen sich allerdings nicht an der Rettungsaktion. Die Hauptlast von 215 Millionen Euro soll der größte Anteilseigener Tui tragen, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung von Tui und dem Konsortium „Albert Ballin“ hervorgeht. dpa

BayernLB will Boni ausschütten

München - Die mit Steuergeldern in Milliardenhöhe vor dem Zusammenbruch gerettete BayernLB will ihren Mitarbeitern dieses Jahr wieder Boni auszahlen. Das sei „wichtig für die Motivation“, erklärte Vorstandschef Michael Kemmer. Die Koalitionsfraktionen CSU und FDP lehnten das empört ab. Ein Sprecher des bayerischen Finanzministeriums sagte, die Debatte über Boni mache erst Sinn, „wenn das Unternehmen nachhaltig und erfolgreich gewirtschaftet hat“. Die BayernLB hatte vergangenes Jahr 5,2 Milliarden Euro Verlust gemacht und war vom Freistaat mit einer Finanzspritze von 10 Milliarden sowie einer Bürgschaft über 4,8 Milliarden Euro gerettet worden. AP

Ladabauer entlässt Zehntausende

Moskau - Russlands größter Autobauer AvtoVAZ (Lada) hat wegen der Absatzkrise die Entlassung von einem Viertel der Belegschaft angekündigt. Betroffen sind knapp 28 000 Beschäftigte. Im ersten Halbjahr 2009 sei die Pkw-Produktion auf fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, sagte AvtoVAZ-Vizepräsident Igor Komarow am Dienstag. Russland zählte bis zum Ausbruch der Krise im Vorjahr zu den lukrativsten Automärkten in Europa. dpa

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