Wirtschaft : NACHRICHTEN

Kredit für insolvente Wadan-Werften

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern springt den insolventen Wadan-Werften mit weiteren Millionenkrediten zur Seite. Mit dem Geld sollen zwei Transfergesellschaften finanziert werden. Wie das Finanzministerium in Schwerin berichtete, einigten sich die Vertreter der Landtagsfraktionen darauf, den existenzbedrohten Schiffbau-Betrieben in Wismar und Rostock-Warnemünde zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 20,5 Millionen Euro zu gewähren. 15,6 Millionen Euro würden an die geplanten Auffanggesellschaften gezahlt, weitere 4,9 Millionen Euro zur Vorfinanzierung von Betriebs- und Sicherungskosten. dpa

Keine neuen Loks für die Bahn

Berlin - Wegen der Wirtschaftskrise verzichtet die Deutsche Bahn auf den geplanten milliardenschweren Kauf von Loks, das bestätigte eine Bahnsprecherin. Betroffen ist ein Auftrag für 103 Dieselstreckenlokomotiven im Wert von 400 Millionen Euro. Auf Eis gelegt wurde auch eine Ausschreibung für bis zu 300 so genannte Mehrsystem-Loks für den Verkehr über Grenzen hinweg. Auch dieses Volumen hätte Branchenkreisen zufolge mindestens 400 Millionen Euro betragen. Angaben, nach denen die Bahn über die Stornierung des Kaufs von 130 Rangierloks für 250 Millionen Euro nachdenke, dementierte eine Bahn-Sprecherin. rtr

Hürden für Kreditvergabe steigen

München - Unternehmen und Privathaushalte bekommen von den Banken in Deutschland immer schwerer Kredit. Bis September sei eine weitere Verschärfung der Anforderungen zu erwarten, teilte die Bundesbank nach einer Umfrage unter Kreditinstituten am Mittwoch mit. Auch vom Ifo-Institut befragte Unternehmen beklagten quer durch alle Branchen steigende Kredithürden. Der Anteil der Betriebe, die über eine restriktive Kreditvergabe berichteten, stieg im Juli von 42,4 auf 45,1 Prozent. Ein Grund dafür seien die massiven Eigenkapitalverluste von Banken in der Finanzkrise. AP

Erneut Klagen gegen Tauschbörse

Stockholm - Zehn US-Filmgesellschaften - darunter Disney und Universal - haben in Stockholm eine Klage gegen die Internet-Tauschbörse Pirate Bay eingereicht. Die Plattform vermittelt die Verbindung mit Computern, von denen aus kostenlos Raubkopien von Filmen sowie Musik, Software und anderen digitalen urheberrechtlich geschützten Produkten heruntergeladen werden können. Die Kläger verlangen den sofortigen Stopp des Dienstes. Im April waren vier Verantwortliche nach einer ähnlichen Klage zu Haftstrafen und Schadenersatz verurteilt worden. dpa

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