Wirtschaft : NACHRICHTEN

Reallöhne in Deutschland gesunken Berlin - Trotz kräftigen Wachstums sind die Netto-Reallöhne in Deutschland von 2004 bis 2008 gesunken. Die Entwicklung sei einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Dienstag in Berlin mit. Der zurückliegende Aufschwung sei bei den Lohnbeziehern nicht angekommen, obwohl diese heute im Durchschnitt besser qualifiziert seien. Der Netto-Reallohn ergibt sich durch Abzug der Sozialbeiträge und Steuern vom Brutto unter Berücksichtigung der Preissteigerung. Im Gegensatz zu den Angestellten hätten Selbstständige in den vergangenen Jahren ihre Einkünfte steigern können; ebenso seien die Einkünfte aus Kapitalvermögen gestiegen. dpa

Bauern gegen Lebensmittel-Ampel

Berlin - Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat sich gegen die sogenannte Nährwert-Ampel ausgesprochen. Zwar sollten Lebensmittel „ehrlicher gekennzeichnet“ werden, sagte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner „Focus Online“ am Dienstag. Die Lebensmittel-Ampel sei jedoch „ausgemachter Schmarren“. Als Beispiel nannte er Käse, der bei der Ampel „rot“ bekäme, aber „vernünftig im Speiseplan platziert, ein sehr gesundes Lebensmittel“ sei. Bei der Ampelkennzeichnung wird mit den Farben rot, gelb und grün signalisiert, ob der Gehalt an Fett, Zucker, Salz und anderen Inhaltsstoffen hoch, mittel oder gering ist. AFP

Entlassungswelle hilft US-Wirtschaft Washington - Die Entlassungswelle in der US-Wirtschaft hat die Produktivität im zweiten Quartal sprunghaft in die Höhe getrieben. Die Firmen senkten die Zahl der Arbeitsstunden deutlich stärker als die Produktion. Dadurch nahm die Produktivität der Firmen nach vorläufigen Berechnungen vom Dienstag auf das Jahr hochgerechnet um 6,4 Prozent zu. Das ist der stärkste Anstieg seit dem dritten Quartal 2004. Analysten hatten lediglich ein Plus von 5,3 Prozent erwartet. Zugleich sanken die Lohnstückkosten um 5,8 Prozent und damit so stark wie seit neun Jahren nicht mehr. rtr

Merkel macht sich für Magna stark

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich im Poker um den Verkauf von Opel unmissverständlich für den Zulieferer Magna ausgesprochen. „Ich habe eine klare Präferenz für Magna“, sagte Merkel am Dienstag in einem Interview mit RTL. „Aber uns gehört Opel nicht.“ Sie sprach nicht davon, dass unmittelbar eine Entscheidung bevorsteht. „Wir sind in ständigen Gesprächen“, sagte Merkel. „Ich werde mich, wenn es nötig ist, auch einschalten.“ Es handle sich allerdings vor allem um eine privatwirtschaftliche Entscheidung. Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna und der belgische Finanzinvestor RHJ International (RHJI) sind im Rennen um Opel. Der US-Mutterkonzern General Motors (GM) hat noch nicht entschieden. dpa

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