Wirtschaft : NACHRICHTEN

Mehr Facharbeiter an die Uni

Berlin - In der Bundesrepublik gibt es viel weniger Akademiker als in den USA, dafür sind die Arbeitnehmer hierzulande besser ausgebildet. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hatten im Jahr 2006 35 Prozent der Amerikaner im Alter zwischen 25 und 64 einen Hochschulabschluss, aber nur 15 Prozent der Bundesbürger. Eine Studie der OECD habe jedoch ergeben, dass Deutsche eine höhere Kompetenz unter anderem „im Umgang mit Texten und Tabellen“ vorweisen können. Das arbeitgebernahe IW schlussfolgert daraus, dass den Praktikern ohne Abitur der Weg zu einem nachträglichen Studium erleichtert werden sollte. Nach Einschätzung des IW habe jeder fünfte Arbeitnehmer das Zeug dazu. Tsp

Deutsche Handykosten im Mittelfeld

Paris - In den skandinavischen Ländern und den Niederlanden sind Handytelefonate am günstigsten. Deutschland liegt, je nach Häufigkeit der Nutzung, im Vergleich der Industriestaaten im vorderen oder hinteren Mittelfeld, wie eine am Dienstag vorgestellte Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für das Jahr 2008 ergab. Am unterenEnde liegen meist die USA und Spanien. AFP

Opec: 2010 sinkt die Ölnachfrage

London - Die Opec rechnet im kommenden Jahr mit einer stärker sinkenden Nachfrage nach ihrem Öl. Schuld daran seien die großen Vorräte und der nur langsam wieder anziehende Bedarf nach der Rezession, teilte die Organisation erdölexportierender Länder am Dienstag mit. 2010 werde die Nachfrage nach Opec-Öl im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 27,97 Millionen Barrel pro Tag (bpd) betragen – 480 000 bpd weniger als in diesem Jahr. Die Opec fördert mehr als ein Drittel des weltweiten Öls. rtr

US-Richter prüft Banker-Boni

New York - Der Bank of America droht in der Affäre um Milliarden-Boni für Manager der übernommenen Investmentbank Merrill Lynch neuer Ärger. Eigentlich sollte ein millionenschwerer Vergleich mit der US-Börsenaufsicht SEC für Ruhe sorgen. Der zuständige Richter verweigert aber vorerst seinen Segen und fordert mehr Auskünfte. Der Finanzkonzern hatte nach Ansicht der SEC seine Aktionäre im Zuge der 5,8 Milliarden Dollar schweren Bonuszahlungen in die Irre geführt. Die Bank will zur Beilegung des Streits 33 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) zahlen, ohne damit aber eine Schuld einzugestehen. Die neue Runde in der Affäre ist ungewöhnlich. In der Regel gehen viele Vergleiche der SEC mit Unternehmen vor Gericht glatt durch. Für den in der Kritik stehenden Konzernchef Kenneth Lewis bedeutet dies zusätzlich Ärger. Er hatte sich bei der 50 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Merrill Lynch im vergangenen Jahr auch finanziell verhoben. dpa

Russische Wirtschaft stürzt ab

Moskau - Die Wirtschaftsleistung in Russland ist im zweiten Quartal so stark wie nie seit Beginn der BIP-Statistik geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt fiel auf Jahressicht um 10,9 Prozent, wie die russische Statistikbehörde am Dienstag mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von 10,4 Prozent gerechnet. Finanzminister Alexei Kudrin erwartet im kommenden Jahr wieder ein Anziehen der Wirtschaft. Das BIP werde 2010 um 1,0 Prozent zulegen. rtr

Kaffee macht Steinbrück Freude

Wiesbaden - Heißer Kaffee belebt die Kasse von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD): Jedes Jahr fließen durch die Kaffeesteuer rund eine Milliarde Euro in die Staatskasse. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Die Kaffeesteuer beträgt 2,19 Euro pro Kilogramm Röstkaffee. Aber auch löslicher Kaffee und kaffeehaltige Waren wie Cappuccino oder Eiskaffee werden bei der Einfuhr nach Deutschland besteuert. Seit der Festlegung der Verbrauchssteuer in ihrer heutigen Form 1993 erhielt der Bund relativ konstante Einnahmen zwischen 0,973 und 1,161 Milliarden pro Jahr. 2008 betrug der exakte Wert 1,008 Milliarden Euro. dpa

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