Wirtschaft : NACHRICHTEN

Banken stärken Sicherungsfonds

Frankfurt am Main - Die privaten Banken stärken ihren Einlagensicherungsfonds. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) beschloss eine Verdoppelung der Beiträge, die die 220 Mitgliedsinstitute jährlich zahlen müssen, wie eine Sprecherin des BdB am Mittwoch sagte. Damit sei die Branche für mögliche Bankenpleiten besser gerüstet. Nach einem Beschluss der Delegiertenversammlung des BdB zahlen die Institute künftig 0,6 Promille der abgesicherten Kundenforderungen in den Topf ein. Bislang waren es 0,3 Promille. Die Erhöhung tritt noch in diesem Jahr in Kraft. Der Einlagensicherungsfonds der Geschäftsbanken ersetzt beim Zusammenbruch einer Bank Anlagen auf Giro- und Tagesgeldkonten sowie Spareinlagen von Kunden bis zu einer Obergrenze von 30 Prozent des Eigenkapitals der Bank. rtr

Werbemarkt zieht wieder an

Berlin - Erstmals in diesem Jahr ist der Bruttowerbemarkt in Deutschland wieder gewachsen. Er legte im Juli 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Das haben die Marktforscher von Nielsen Media Research ermittelt. Insgesamt waren die Bruttowerbeausgaben von Januar bis Ende Juli im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 11,14 Milliarden Euro gesunken. Dabei wurden die einzelnen Medien von dem Rückgang unterschiedlich stark getroffen. Plakatwerbung legte um 12,9 Prozent zu, auch Zeitungen verzeichneten mit 2,95 Millionen Euro ein leichtes Plus von 0,3 Prozent bei den Werbeeinnahmen. Zu den Verlierern gehörten die Publikumszeitschriften (minus 15 Prozent) und die Kinos (minus 19,4 Prozent). sop

BGH stärkt Verbraucherrechte

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Verbrauchern bei der Reklamation von Mängeln gestärkt. Nach einem am Mittwoch verkündeten Urteil können sie eine umgehende Beseitigung von Mängeln verlangen, ohne dies an einer konkreten Frist festzumachen. (Az: VIII ZR 254/08) Im Streitfall hatte ein Mann im Ruhrgebiet Ende 2005 einen Oldtimer gekauft. Im Frühjahr 2006 monierte er, der Wagen Baujahr 1966 habe Probleme mit dem Motor. Den Händler forderte er auf, die Mängel „umgehend“ zu beseitigen. Nichts passierte. Nach längerem Warten beauftragte der Käufer eine andere Werkstatt mit der Reparatur. Die Rechnung über 2194 Euro wollte er von dem Händler ersetzt haben. AFP

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