Wirtschaft : NACHRICHTEN

Weniger Erwerbstätige

Wiesbaden - Der Job-Boom in Deutschland ist zu Ende. Erstmals seit vier Jahren ging im zweiten Quartal 2009 die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresvergleich zurück, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Im Frühjahr hatten den Angaben zufolge 40,2 Millionen Menschen in Deutschland einen Job, rund 4,4 Millionen von ihnen waren selbstständig. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 bedeutet das insgesamt einen Rückgang um 25 000 Menschen oder 0,1 Prozent. Im Jahresvergleich war die Beschäftigtenzahl seit dem dritten Quartal 2005 permanent gestiegen. dpa

Edeka will Kaufhäuser übernehmen

Hamburg - Der größte deutsche Lebensmittelhändler Edeka ist an der Übernahme von Filialen von Woolworth, Hertie und Karstadt interessiert. „Wir werfen unseren Hut in den Ring“, sagte Edeka-Vorstandschef Markus Mosa am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Mit unternehmergeführten Edeka-Märkten können die Standorte wiederbelebt werden“, ergänzte Mosa. Erste Gespräche seien angelaufen, sagte Mosa, ohne konkreter werden zu wollen. Die Edeka-Gruppe erwartet 2009 einen Umsatz von rund 43 Milliarden Euro und operiert mit mehr als 12 000 Märkten. Rund 4500 selbstständige Kaufleute führen unter der Marke ihre Lebensmittelfilialen. dpa

Steigenberger-Hotels verkauft

Frankfurt am Main - Knapp 80 Jahre nach der Gründung wird die traditionsreiche deutsche Hotelkette Steigenberger nach Ägypten verkauft. Die Schwiegertochter von Firmengründer Albert Steigenberger, Anne-Marie, und ihre drei Töchter verkauften mehr als 99 Prozent ihrer Anteile an an den Touristikkonzern Travco, wie die Steigenberger-Gruppe am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Hotelgruppe einen Umsatz von 495 Millionen Euro und beschäftigte 6780 Mitarbeiter. Zur Gruppe gehören insgesamt 86 Hotels der Marken Steigenberger und InterCityHotel, die meist in Bahnhofsnähe liegen. AP

Schweiz macht Gewinn mit UBS-Hilfe

Bern - Die Schweiz ist rund zehn Monate nach ihrer Hilfsaktion wieder bei der Großbank UBS ausgestiegen und streicht einen Gewinn von 1,2 Milliarden Franken (790 Millionen Euro) ein. Die rund 332 Millionen Aktien seien an institutionelle Anleger im In- und Ausland verkauft worden, wie die eidgenössische Finanzverwaltung mitteilte. Der Preis habe je 16,50 Franken betragen, der Verkaufserlös liege bei 7,2 Milliarden Franken. Die Schweiz hatte die Papiere im Oktober für sechs Milliarden Franken übernommen, um die durch die Krise schwer angeschlagene UBS zu stützen. dpa

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